header
DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR HAUSWIRTSCHAFT e.V.

 
Wir über uns
Beiräte und
Fachausschüsse
Tagungen
und Termine
Zeitschrift
Hauswirtschaft
und Wissenschaft
Publikationen
und Downloads
Website-Tipps
Startseite

BAG Hauswirtschaft (BAG-HW) - Nachrichten

rhw-Symposium: Hauswirtschaft kommt an

"Hauswirtschaft kommt an" war der Titel des Grußwortes von Christina Hohmann-Schaub anlässlich des rhw-Symposium am 26. Juni 2009 in München. Sie ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW).

"Wir hauswirtschaftlichen Fach- und Führungskräfte in den Verbänden beobachten in unserer ehrenamtlichen Arbeit die Entwicklung der Hauswirtschaft in den Einrichtungen. Als Mitarbeiterinnen und oft in leitender Stellung sind wir "mittendrin". Manchmal sind wir unzufrieden, es geht uns alles zu langsam - und doch hat sich viel getan.

- Qualitätsentwicklung und Qualitätsnachweis hauswirtschaftlicher Dienstleistungen sind keine hohlen Begriffe; dahinter verbergen sich allen Mitarbeitern bekannte Prozesse, die gekonnt dargestellt werden können.
- Selbstbestimmung und Teilhabe alter, kranker und behinderter Menschen sind heute selbstverständlich.
- Dass wir von der Hotellerie lernen können, haben wir im vergangen Jahr hier eindrucksvoll erfahren; genauso, dass die Hotellerie für hauswirtschaftliche Fach- und Führungskräfte attraktive Arbeitsplätze bereithält. Und so gibt es vielleicht auch noch andere "Teller", über deren Ränder wir schauen können.

Hauswirtschaft ist heute zu einem entscheidenden Marketingfaktor in Unternehmen geworden. Man leistet es sich heute, eine biozertifizierte Großküche bei der Versorgung der Mitarbeiter im Unternehmen anzubieten; Schulverpflegung ist ein entscheidender Faktor bei der Schulwahl geworden und sichert Schulen zumindest für eine begrenzte Zeit ihr Überleben; hotelähnliche Serviceleistungen sind heute das A und O bei der Auswahl von Krankenhäusern.

Das alles sind Entwicklungen der letzen Jahre, die noch lange nicht zu Ende sind. Das sind ja keine Ideen, die vom Himmel gefallen sind: Dahinter sitzen Köpfe mit Leidenschaft für den Alltag von Menschen, sagte Ute Krützmann, zweite Vorsitzende des Berufsverbandes Hauswirtschaft, im April 2009 in Münster.

Und das sind Sie, meine Damen und Herren, die Köpfe mit der Leidenschaft für den Alltag der Menschen. Auch auf diesem Symposium werden Sie wieder Impulse für Ihren Arbeitsalltag bekommen.

Die rhw ist für die Verbände in all den Jahren bei dieser Entwicklung zu einem wichtigen Partner geworden. Ich möchte stellvertretend für die gute Zusammenarbeit zwei Beispielen nennen:

- Die kollegiale Ergänzung wurde in diesem Jahr durch das Projekt "Hauswirtschaft und Wikipedia" für uns alle deutlich. Auf Anregung von Herrn Schwabe hin wurde die Seite "Hauswirtschaft" mit geschichtlichen Hinweisen, den verschiedenen Berufen in der Hauswirtschaft ebenso wie einer Liste der Verbände gefüllt. Auch wenn es unterschiedliche Bewertungen zu Wikipedia gibt, ist doch die Seite jetzt gut gefüllt und unsere öffentliche Darstellung verbessert.

- Die rhw trägt zur Vernetzung der hauswirtschaftlichen Verbände bei: Sie berichtet von unseren Tagungen - erst kürzlich über die Veranstaltung zum Klimaschutz der LAG in Schleswig-Holstein - und macht mit uns unsere Themen bekannt.

Dafür sage heute an dieser Stelle für alle Verbände ein herzliches Dankeschön. Ich wünsche mir für die kommenden Jahre, dass diese Zusammenarbeit so bleibt.

Wie wichtig die rhw mit ihren Angeboten für die hauswirtschaftlichen Akteure und Akteurinnen ist, wird in der Tagungsüberschrift deutlich, "Hauswirtschaft kommt an". Diese Überschrift über den Tag ist offen - ist Hauswirtschaft in der Gesellschaft angekommen oder sind es die Themen, die bei uns ankommen? Die Presseerklärung, die für diese Veranstaltung wirbt, gibt uns einen Hinweis. Es geht heute um die Frage, wie Hauswirtschaft richtig ankommt - in Bezug auf Kommunikation, aber auch Umsatzwachstum oder bei Konflikten. Und damit ist es Ihnen auch heute gelungen, die Palette der Themen unserer täglichen Arbeit aufzugreifen.

„Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten, und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren", schreibt Paul Wazlawik, der Kommunikationswissenschaftler, der vielen von Ihnen durch seine "Anleitung zum Unglücklichsein" bekannt ist.

Je länger ich im Beruf bin, um so mehr Bedeutung gewinnt der Satz von Watzlawik für mich. Zu hören, was Mitarbeiter, Gäste und Kunden sagen wollen und sie in ihrer Rolle zu akzeptieren, auch wenn ich sie nicht verstehe oder als unangenehm empfinde, ist leicht gesagt; in der täglichen Arbeitsrealität mit den vielen kleinen Krisen aber auch leicht zu vergessen. Heute wollen wir uns von den "Zutaten für ein gutes Gespräch" genauso wie von "emotionaler Öffentlichkeitsarbeit" inspirieren lassen.

Nicht nur die weichen, Persönlichkeit bildenden Themen bestimmen den heutigen Tag; auch zur Ökonomie wird uns ein Angebot gemacht. Wie wir Hauswirtschaft über die Grenzen des Hauptgeschäftes hinaus gut "verkaufen" können, ist sicherlich am deutlichsten im Bereich der Speisenversorgung zu erfahren. Es ist oft der gute Ruf, etwas zu können, das Vertrauen, dass mit bekannten Personen nichts schiefgeht - also warum diesen guten Ruf nicht gezielt einsetzen? Vorgesetzten unser wirtschaftliches Denken unter Beweis zu stellen - und die Mitarbeiter freuen sich vielleicht über die Abwechslung.

Spannende Themen für diesen heutigen Tag, der uns auch wieder viel Begegnung bringen wird.

Mein Dankeschön gilt heute der Herausgeberin Beatrix Bierschenk, dem Chefredakteur Robert Schwabe sowie Alexandra Höß und Herrn Bartel für die Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung.

« zurück