Mein Weg zur Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh)


 

 

Juli 2021 - Carola Holler


"Nach meinem Bachelorstudium Oecotrophologie in Gießen studierte ich den Master "Haushalts- und Dienstleistungswissenschaften" in Gießen. Im zweiten Mastersemester belegte ich bei Frau Prof. Dr. Angelika Sennlaub das Modul "Humanökologische Hypothesen". Nach einer Exkursion sprach sie meine Kommilitonin Nina und mich an, ob wir nicht am Treffen des Fachausschusses Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe teilnehmen wollten, der eine Woche später in Frankfurt stattfand. Wir gingen gemeinsam hin und ich war voller Ehrfurcht auf Personen zu treffen, deren Texte ich im Rahmen des Studiums gelesen hatte. Wir wurden von ihnen sehr freundlich und warm aufgenommen und die Diskussionen zu Themen weit über den Studierendenalltag hinaus, faszinierten mich. Ich fühlte mich im Kreis des Fachausschusses sehr wohl und nahm deswegen auch an den folgenden Treffen in Frankfurt teil.

Nach Abschluss des Studiums wurde ich wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe in Gießen und trat als Mitglied in die dgh ein, die durch den Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe meine verbandliche Heimat geworden war. Seit 2018 arbeite ich im Rahmen des Projektes RIGL zum Thema Lebensqualität im Alter bei Prof. Dr. Christine Küster in Fulda. Ich freue mich immer, an den Tagungen der dgh teilzunehmen und empfinde diese Teilnahme als ein Treffen von Gleichgesinnten mit einer hohen Kompetenz in den diskutierten Themen. Neben den interessanten Inhalten gefällt mir immer auch die hohe Wertschätzung, die die Mitglieder einander, neuen Mitgliedern und auch Gästen entgegenbringen.

Nachdem Prof. Dr. Angelika Sennlaub den Posten als Vorstandsvorsitzende der dgh übernommen hatte, übernahm ich von ihr die Vertretung der dgh in zwei Ausschüssen der BAGSO und bringe dort die häufig übersehene Perspektive der Hauswirtschaft in die Diskussion ein. Mit meinen Kolleginnen in Gießen und Fulda bin ich außerdem im Jungen Forum aktiv, um auch anderen Studierenden den Weg in die vielfältige Themenwelt der dgh zu eröffnen."

Carola Holler
AK BAGSO und Junges Forum der dgh

Juni 2021 - Martina Feulner


"Wer hat mich in die dgh gelockt?
Es war Rosemarie von Schweitzer zum Zeitpunkt meiner Entscheidung für die Haushaltwissenschaft nach dem Grundstudium. Sie lockte mich nach Wageningen zur Jahrestagung, bei der ich die faszinierende Welt der Wohnökologie und die dgh kennenlernte. Damit wurde für mich schon im Studium in Gießen klar, die wirklich spannenden Themen und Begegnungen finden rechts und links meines Weges durch das Studium statt.

Und was hat dazu beitragen, aktives Mitglied zu werden und zu bleiben?

Nach dem Studium wurde ich Mitglied im Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe (damals noch Fachausschuss Großhaushalt). Die ersten Jahre waren von einem Ringen um die „richtigen“ Begriffe und ihre Bedeutungen geprägt. Der Sinn erschloss sich mir erst später.

Im Aufbau der Arbeitsstelle Hauswirtschaftliche Dienstleistungen im Deutschen Caritasverband wurden die dgh und die BAG-HW für meine Vorhaben zu wichtigen Plattformen. Und so dauerte es nicht lange und ich übernahm ein Vorstandsamt. Die Jahre mit dem großen Armutspräventionsprojekt, einer grundlegenden Satzungsreform, Verlegungen der Geschäftsstelle und eine sich radikal reduzierende Mitgliederzahl, da immer mehr Institutionen ihre hauswirtschaftlichen Beratungsangebote reduzierten, haben mich geprägt. Ich blieb.

Heute ist die dgh ein für mich nicht wegzudenkender Ort, um gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen Themen voranzubringen. Die Buchprojekte des Fachausschusses und insbesondere auch die Möglichkeiten mit Kolleginnen und Kollegen die Handlungskonzepte der Hauswirtschaft zu definieren und an ihrer Differenzierung zu arbeiten, das begeistert mich. Immer wieder neu."

Martina Feulner
Diplom-Oecotrophologin
H wie Hauswirtschaft. Bildung-Beratung-Supervision
Pellworm

Mai 2021 - Gisela Rosenkranz


"In die dgh bin ich in den 1990er Jahre während meines Studiums der Ökotrophologie an der TU München-Weihenstephan in der Zeit meiner Diplomarbeit am Fachgebiet Haushalttechnik eingetreten. Vielleicht war ich aber auch schon wissenschaftliche Mitarbeiterin der Haushalttechnik bei Herrn Prof. Pichert. Genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Ganz genau erinnern kann ich mich jedoch an die charmant-unverblümte pichertsche Einladung.

Der "Einladung" bin ich aber gerne gefolgt, denn ich kannte ja schon die hochkarätigen Tagungen. Insbesondere die Jahrestagungen des Fachausschusses Haushaltstechnik waren für mich schon während meiner Studentenzeit wahre Inspirationsquellen mit Themen wie Nachhaltigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Energieeffizienz. Richtig, das hört sich nach den derzeit viel diskutierten Themen Kreislaufwirtschaft und Kundenorientierung an.

Und genau hier schließt sich für mich der Kreis, denn in der dgh werden frühzeitig gesellschaftlich relevante Themen diskutiert. Daher engagiere ich mich in der dgh, wobei die Intensität im Laufe der Jahre sehr unterschiedlich ausgeprägt war. Als Studentin interessierte mich das Netzwerken, als junge vollzeitarbeitende Mutter nutzte ich die dgh eher als Informationsquelle, wohingegen ich nun aktiv an der Awareness der dgh mitarbeite.

Das "altbackene" Haushalten, oder soll ich besser lösungsorientierte Nachhaltigkeit sagen, beschreibt exakt, auf was es meines Erachtens in den nächsten Jahren hinsichtlich Ressourcenschonung, Klimaschutz, Gesellschaft und Produktentwicklung ankommen wird. Beruflich beschäftige ich mich im Welbilt Konzern für die Marke Convotherm u.a. mit Digitalisierungsprojekten, welche mir zeigen, dass neben der physischen Welt die digitale Zwillingswelt immer wichtiger für die Wahrnehmung als kompetenter Partner wird. Diese Erfahrung nutze ich nun, um die dgh mit deren Themen in den Berufsplattformen LinkedIn und Xing zu präsentieren."

Gisela Rosenkranz
Betreibt den LinkedIn- und den Xing-Event-Kanal der dgh

April 2021 - Dr. Wolfgang Brenn


"Meine Verbindungen zur Hauswirtschaft sind beruflich peripher, biografisch etwas ausgeprägter.

Zum Peripheren: In meiner langjährigen Tätigkeit als Verantwortlicher für das Konferenzprogramm des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin (JDZB) kam ich mit Frau Prof. Dr. Meier-Gräwe in Kontakt, mit der wir u. a. Tagungen zur Familienpolitik und zur Work-Life-Balance in Deutschland und Japan organisierten. Auch zum Thema Verbraucherschutz hat das JDZB mehrfach den Austausch mit deutschen und japanischen Akteuren wie etwa dem vzbv organisiert.

Das Biographische ist außer in der (nicht wissenschaftlichen) Führung meines eigenen Haushalts, mehr noch aber in der Unterstützung im Vorstand der von meiner Mutter 1992 gegründeten Helga-Brenn-Stiftung zu finden. Viele Jahre hatte meine Mutter den Hausfrauenverband Kassel geleitet und als Hauswirtschaftsmeisterin viele Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftsmeisterinnen ausgebildet. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse flossen in die Gründung der Stiftung ein. Der Wert dieser Arbeit ist mir, das muss ich gestehen, erst recht spät aufgegangen, und sicher haben auch die o. g. beruflichen Erfahrungen und Erkenntnisse dabei geholfen. Sie sind auch in der Revision der Stiftungsverfassung von 2014 eingeflossen, die mir ein Engagement leichter machten.

Aufgrund meiner wissenschaftlich orientierten Berufstätigkeit lag es nahe, mit der dgh Kontakt aufzunehmen und nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu suchen. Dies hat Frau Prof. Dr. Sennlaub ja dann auch ganz einfach ermöglicht. Unter einem weiteren Blickwinkel und im sich entwickelnden gesellschaftlichen Kontext, in dem Hauswirtschaft sehr verschiedene Formen annimmt, sind Haushalt und Hauswirtschaft ein sehr spannendes Feld. Hier interessiert mich vor allem der strukturelle Wandel.

Ich freue mich, mit der Stiftung die Bemühungen der dgh und insbesondere die Forschung von Nachwuchswissenschaftlerinnen unterstützen zu können."

Dr. Wolfgang Brenn
Helga-Brenn-Stiftung, Kassel

März 2021 - Prof. Dr. Stefanie Bödeker


"Mein berufliches Selbstverständnis wie auch meine berufliche Entwicklung sind durch die Gießener Schule und insbesondere durch Frau Prof. von Schweitzer geprägt. Das haushälterische Handeln spielt als die Kernkompetenz im Umgang mit zahlreichen Alltagsentscheidungen von privaten Haushalten eine große Rolle. Die Fähigkeit, Lebenslagen, Lebensphasen und haushaltsrelevante Ressourcen zu erkennen, ist für die zielgruppengerechte Beratung unabdingbar.

Die dgh bietet mir einen besonderen Freiraum für die fachliche und überregionale Zusammenarbeit. Seit mehr als 10 Jahren ist der Fachausschuss Beratung meine besondere Verknüpfung zur dgh. Als Kolleginnen aus der Praxis der Beratung, der Verbraucherarbeit und der Wissenschaft arbeiten wir fachlich eng und kooperativ zusammen. Unser gemeinsamer Fokus sind die Haushaltsbudgets und die Budgetberatung.

Dieser gelebte Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ist ein besonderes Plus der dgh. Durch die persönlichen Begegnungen mit Gleich- und Andersdenkenden haben sich zahlreiche Projekte und Perspektiven entwickelt. Sie wären allein am Schreibtisch nie entstanden."

Prof. Dr. Stefanie Bödeker
Vorsitzende des Fachausschuss Beratung für Haushalt und Verbrauch der dgh

Februar 2021 - Prof. i.R. Dr.-Ing. Elmar Schlich


"Geboren 1951 in Bonn, studierte ich nach dem Abitur 1969 in Aachen Maschinenbau, Fachrichtung Verfahrenstechnik (Diplom 1974). Im Rahmen meiner Dissertation (Promotion 1977) stieß ich auf die Modelle des Club of Rome , mit u. a. folgendem Text: "Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht." Aktuell hat sich die Weltbevölkerung von damals 4 auf heute 8 Milliarden verdoppelt. Die Wirkungen sind beträchtlich - nur ein Beispiel ist die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre.

1983 berief mich die FH Trier nach sechs Jahren Industrie auf die Professur für Maschinen- und Gerätetechnik des Haushalts. Elisabeth Leicht-Eckardt - damals bei Ruhrgas - lud mich 1985 zur Tagung des FA Haushaltstechnik ein. Auch dort wurde mir klar, dass die Haushalte letztlich alle Entscheidungen für Investitionen und Konsum verantworten. Daher habe ich die "Haushaltstechnik" nicht nur aus der Nutzungsperspektive, sondern immer auch ökobilanziell betrachtet, gerne auch gegen Widerstände traditionalistischer Fachvertreter. So lautete der Titel meiner Antrittsvorlesung nach dem Ruf an die Justus-Liebig-Universität Gießen 1993: "Justus-Liebig und das Haushalten mit Energie".

Heute freue ich mich darüber, dass die dgh mir 2017 die Verantwortung für die "HAUSWIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT" übertragen hat. Dies gibt mir die Möglichkeit, Erfahrungen des wissenschaftlichen Publizierens weiterzugeben und so ein wenig dazu beizutragen, das Wissen um die Bedeutung der Haushalte zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Prof. i.R. Dr.-Ing. Elmar Schlich
Herausgeber der HAUSWIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT

Januar 2021 - Prof. Dr. Christine Küster


"Mein Einstieg in die dgh begann als Studentin der Haushaltswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Teilnahme an den Fachtagungen der dgh. Sowohl die Themenvielfalt der Tagungen als auch der Austausch unter den Referentinnen und Referenten sowie den Teilnehmenden haben mich inspiriert und herausgefordert, über den "Tellerrand" des studentischen Lernens zu schauen. Diese Perspektiverweiterungen haben mich durch mein Studium und meine wissenschaftlichen Tätigkeiten immer begleitet, sodass ich als Mitglied der dgh wiederum an vielen Tagungen teilgenommen habe. Insbesondere der fachwissenschaftliche Diskurs im Fachausschuss "Strukturwandel des Haushalts" hat meine wissenschaftliche Laufbahn als Haushaltswissenschaftlerin geprägt. Die teils kritisch-konstruktiv, teils kontrovers geführten Diskussionen haben mich angespornt, über meine "Stubenfliegenperspektive" (Zitat von Frau Prof. v. Schweitzer) nachzudenken. Diese Erfahrungen versuche ich derzeit als Professorin an der Hochschule Fulda an die Studierenden weiterzugeben.

Ebenfalls aus diesen Erfahrung heraus habe ich mich für den Nachwuchspreis der dgh engagiert, um über diesen Anreiz junge Studierende oder junge Wissenschaftler*innen herauszufordern, sich mit den Themen der Hauswirtschaft wissenschaftlich auseinander zu setzen. Die bisher schon eingereichten und ausgezeichneten Arbeiten haben mich sehr begeistert und mich persönlich in meinem Engagement für den Nachwuchspreis und für die dgh bestärkt, deshalb meine Bitte an alle: "Nehmen Sie teil am Nachwuchspreis und fördern Sie den wissenschaftlich interessierten Nachwuchs."

Prof. Dr. Christine Küster
Koordinatorin des dgh-Nachwuchspreises

Dezember 2020 - Prof. Dr. Pirjo Susanne Schack


"Die dgh habe ich bereits während meines Studiums der Haushaltswissenschaften an der Uni Gießen kennengelernt. Prof. Dr. Rosemarie von Schweitzer organisierte 1992 eine Exkursion zum IVHW-Weltkongress nach Hannover, der sehr inspirierend für mich war. In meinen ersten Berufsjahren war ich im VDOe (Verband der Oecotrophologen) engagiert und leitete dort das H-Netzwerk und den AK H (H= Haushaltswissenschaften).

Mitglied in der dgh wurde ich dann im Jahr 1999 als ich Mitarbeiterin am Institut für Haushaltswissenschaften und ihre Didaktik an der Uni Münster wurde. Frau Prof. Dr. Maria Thiele-Wittig war damals die Institutsleiterin und gleichzeitig dgh-Vorsitzende. So war es für mich ein "Muss", Mitglied in der dgh zu werden und zugleich eine große Bereicherung. Während meiner Promotion war der Austausch im Jungen Forum hilfreich und inspirierend. Die Teilnahme an Tagungen und an Fachausschüssen erlebe ich seitdem als große inhaltliche Bereicherung und ich schätze das große berufliche Netzwerk, das ich über die Jahre knüpfen konnte. 

Durch meine unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten war ich im Laufe der Zeit in verschiedenen Fachausschüssen tätig. Begonnen habe ich mit dem FA Bildung. Seit ich Professorin für "Innovative Dienstleistungen in der Oecotrophologie" an der FH Münster bin, bin ich Mitglied im FA Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, den ich seit zwei Jahren als Vorsitzende auch leite.

Persönlich ist mir heute wichtig, den Studierenden der Oecotrophologie eine "Haushaltsperspektive" zu vermitteln, so wie es Frau Prof. Dr. Thiele-Wittig immer vertreten hat und gleichzeitig Gestaltungs- und Zukunftskompetenz. Für mich ist beides ein Schlüssel für eine lebenswerte und nachhaltige Welt." 

Prof. Dr. Pirjo Susanne Schack
Vorsitzende des Fachausschusses Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe der dgh

(Foto: Wilfried Gerharz)

November 2020 - Agnes Loose


"Magdeburg, Mitte Oktober 2006: meine erste dgh-Jahrestagung! Nach Beendigung des Studiums der Ökotrophologie an der Fachhochschule Osnabrück im Monat zuvor "verpflichtete" mich meine frühere Professorin, die damalige dgh-Vorsitzende Prof. Dr. Alrun Niehage dazu, einen Tagungsbericht für die HAUSWIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT (HuW) zu verfassen. Als "Gegenleistung" durfte ich kostenfrei an der Tagung teilnehmen. Meiner ersten dgh-Jahrestagung folgte somit umgehend meine erste Veröffentlichung in der HuW.

Hatte ich für die Hinfahrt nach Magdeburg den Zug gewählt, so nahm Alrun Niehage mich im Auto mit zurück nach Osnabrück. Während der Fahrt informierte sie mich ausführlich über die Arbeit der dgh. Wenig später war klar, warum: 2007 fragte sie mich, ob ich mir vorstellen könnte, im Vorstand mitzuarbeiten. Ich konnte. So wurde ich dgh-Mitglied und im Herbst 2007 in Bonn zum Geschäftsführenden Vorstandsmitglied gewählt. 2013 übernahm ich auch die Aufgaben in der Geschäftsstelle und "holte uns die dgh ins Haus" nach Rheine.

Mir war schon während des Studiums klar, dass ich die Arbeit der dgh durch meine Mitgliedschaft unterstützen wollte. Dass ich dies dann gleich auch durch aktives Engagement tat und dadurch unglaublich viel lernte, verdanke ich Alrun Niehages Weitsicht. Neben den vielen persönlichen Kontakten und Netzwerken bin ich immer noch und immer wieder beeindruckt: von den vielseitigen Themen und Arbeitsschwerpunkten in der dgh, von der Kompetenz ihrer Mitglieder, von deren Wissen und Leidenschaft für die Hauswirtschaft und Haushaltswissenschaft. So erlebe ich die dgh als Netzwerk, mit dem ich fachlich am Ball bleibe – und das mich persönlich reicher macht."

Agnes Loose
Geschäftstelle der dgh

Oktober 2020 - Jörg Echter


"Ich möchte mich im Kreis der dgh ein bisschen als "artfremde Spezies" bezeichnen.
Kein Studium, keine offizielle Weiterbildung gibt einen Hinweis auf das Thema Hauswirtschaft, Ökotrophologie oder dergleichen. Lediglich ein kleiner Hinweis im Abschlusszeugnis verweist auf vier Jahre "Wahlfach Hauswirtschaft". Während dieser Zeit wurde an meiner Schule sehr intensiv auf Basis von dgh-Publikationen und Material von Universitäten gelehrt und geschult.
Diesen Themen bin ich außerdem privat auch sehr verbunden, da ich aus dem Alpengebiet stamme und die Hauswirtschaft auf dem Bauernhof immer DER Mittelpunkt war und aus meinem Leben nicht wegzudenken ist.
Seit Beginn meiner Arbeit beim TÜV Rheinland vor ziemlich genau 16 Jahren, darf ich mich bis heute mit den Themen - hauptsächlich aus der Haushaltstechnik kommend -  auseinandersetzen und aktiv einbringen.
Rückblickend und auch zukünftig einer der interessantesten Arbeitsbereiche überhaupt - der Vielseitigkeit und Ideen sind bei Sicherheit, Qualität und Innovation nur wenig Grenzen gesetzt.
Seit 2009 bin ich dann über die Jahrestagungen und die teilnehmenden Kollegen aus den Laboren in Nürnberg mit der dgh wieder aktiv in Berührung gekommen.
Mich begeistert einfach, wie intensiv und fokussiert in den Ausschüssen gearbeitet wird.
Es werden Ergebnisse vorgestellt und publiziert – einhergehend mit dem herausragenden Engagement für und von Student*innen und Professor*innen.
Nach der letzten Tagung des Fachausschusses für Haushaltstechnik habe ich mich entschlossen, meine Person für die Wahl des Vorstands aufstellen zu lassen und wurde prompt zum Vorstand gewählt.
Die Motivation ist groß, mich weiterhin bei der dgh aktiv einzubringen, diese zu unterstützen und noch viele tolle Menschen mit gleichen Interessen, Absichten und der mir entgegengebrachten Wertschätzung kennen zu lernen.
Gerade im Jahr 2020 hat sich gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk und Zusammenhalt ist!"

Jörg Echter
Vorsitzender des Fachausschusses Haushaltstechnik der dgh

September 2020 - Beatrix Flatt


"Bereits als Studentin der Ökotrophologie in den 80er Jahren an der TU München-Weihenstephan war für mich Netzwerkarbeit wichtig. Als aktives Mitglied der Fachschaft versuchte ich für meine Kommilitonen und Kommilitoninnen möglichst viele Kontakte zu Verbänden und Institutionen herzustellen, die sich für Hauswirtschaft und Haushaltswissenschaft engagieren. Neben der International Federation for Home Economics (IFHE) entdeckte ich auch die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) und wurde in beiden Verbänden bereits als Studentin Mitglied. Die Jahrestagungen der dgh, die unterschiedlichen Tagungen der Fachausschüsse sowie die Arbeit im Fachausschuss Großhaushalt, heute Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, begleiteten mich über die vielen Jahrzehnte meiner Berufstätigkeit als freie Journalistin. Hauswirtschaftliches Handeln hat immer globale Auswirkungen. Deshalb finde ich es gelungen, dass die Deutsche Sektion der IFHE organisatorisch bei der dgh angesiedelt ist. So lassen sich Brücken zwischen der deutschen und der internationalen Hauswirtschaft bauen. In einer globalen Welt, in der nichts isoliert betrachtet werden kann, ist dies dringend notwendig und eine wirkliche Zukunftsaufgabe. Lassen Sie uns gemeinsam Brücken bauen, um die Hauswirtschaft weltweit zu stärken und die Lebensbedingungen der Menschen weltweit zu verbessern."

Beatrix Flatt
Vorsitzende der Deutschen Sektion der International Federation for Home Economics (IFHE)/des Beirates für Internationale Fragen der dgh

August 2020 - Elvira Werner


""Man kann nicht nicht hauswirtschaften!" Dieser aus der Kommunikationstheorie bekannte Slogan ist die Triebfeder für mein Engagement für die Hauswirtschaft. Als Psychogerontologin erlebe ich in meiner Praxis täglich, welche Bedeutung dem eigenen Haushalt für die psychosoziale Gesundheit zukommt.

Sich zuhause wohl zu fühlen, alle Bedürfnisse in angenehmer Umgebung befriedigen zu können, trägt viel zu Behandlungsfortschritten bei psychischen Störungen oder zur Stabilisierung bei chronischen Erkrankungen bei – mehr, als sich die meisten Menschen bewusst machen. Ein gut funktionierender Haushalt ist die Basis jeder langfristig tragfähigen Pflegesituation, die dem pflegebedürftigen Menschen ebenso gerecht wird wie den pflegenden Personen.

In der Familienphase habe ich die Meisterprüfung der Hauswirtschaft (1986) abgelegt und bewältige seither erfolgreich Beruf und Familie. Als Dozentin engagiere ich mich besonders in der Fortbildung zum/zur "Geprüften Fachhauswirtschafter/in", da dieser Führungsberuf der Hauswirtschaft das ideale Kompetenz-spektrum zur professionellen Unterstützung pflegebedürftiger Menschen sowie hervorragende Karrierechancen bietet.

Die Mitwirkung im DHB Netzwerk Haushalt e. V. als Beauftragte für die hauswirtschaftliche Berufsbildung und in der BAG-HW als Beirat der Fachverbände in der dgh ist für mich zum fachlichen Austausch und zur Weiterentwicklung der professionellen Hauswirtschaft und der dazu nötigen gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Voraussetzungen nur folgerichtig."

Elvira Werner
Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW)

Juli 2020 - Dr. Mareike Bröcheler


"Mein Weg in die dgh begann während meines Masterstudiums. Die damalige Vorsitzende des Jungen Forums Insa Deeken ermunterte mich, doch die Ergebnisse meines jüngsten Praktikumsprojektes auf dem Kolloquium 2010 vorzustellen. Durch den Austausch mit Studierenden und Mitarbeitenden unterschiedlicher Hochschulen oder Praxisfelder hatte ich Feuer gefangen und war von da an im Jungen Forum aktiv: Als Teilnehmerin, als Organisatorin und Delegierte im Beirat für Internationale Fragen. Hier zeigte sich also typisch dgh: Wissenschaft trifft Praxis – und trifft Nachwuchskräfte! Sowohl im Jungen Forum als auch in den übrigen Strukturen der dgh fand ich alle meine Studieninhalte wieder – wo, wenn nicht hier, sollte ich also anfangen mich zu vernetzen und außerhalb der Uni fachlich aktiv zu werden?

Als ich mein Studium beendet und eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof.‘in Dr. Uta Meier-Gräwe an der Uni Gießen angetreten hatte, erhielt ich 2013 die Anfrage, ob ich nicht einen der stellvertretenden Vorstandsposten in der dgh übernehmen wolle. Nach kurzem Überlegen sagte ich zu, wurde gewählt und lernte in den kommenden vier Jahren die dgh von einer weiteren, ganz anderen Seite kennen. Im "Hintergrund" bekommt man vieles mit, zum einen durchaus Arbeit für den Verband, zum anderen aber auch die Arbeit des Verbandes: Publikationen, politische Arbeit, Fachtagungen, Initiativen rund um Hauswirtschaft und Haushaltswissenschaften – ich war immer wieder aufs Neue beeindruckt, was alles läuft in dieser (von ihrer Mitgliederanzahl her gar nicht mal so großen) Fachgesellschaft und bin es nach wie vor!

Das motiviert mich, die dgh auch weiterhin zu unterstützen, mich aktiv einzubringen und im Gegenzug von einem wertvollen Netzwerk zu profitieren."

Dr. Mareike Bröcheler
Junges Forum der dgh

Juni 2020 - Daniela Katz-Raible


"Meine ersten Berührungspunkte mit der dgh hatte ich 2006 beim Besuch der Verbändetagung in Berlin mit der Berufsschule. So viele Verbände gab es zur Auswahl, zunächst vertagte ich die Entscheidung über den Eintritt in einen Verband. In den ersten Semestern meines Oecotrophologiestudiums an der Hochschule Fulda nahm ich regelmäßig an Kolloquien des Jungen Forums der dgh teil und nutzte die Gelegenheit, dgh-Tagungen zu besuchen. Im Februar 2017 wurde beim Fachausschuss Bildung diskutiert, ob dieser Fachausschuss mangels Mitgliedern und Mitarbeitenden ruhen sollte. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass der Fachausschuss mindestens bis zur Neuordnung des Berufs Hauswirtschafter/-in weiterarbeitet und wurde Vorsitzende des Fachausschuss Bildung – und damit auch endlich dgh-Mitglied.

Ich habe in meiner Zeit als Schülerin und später als Studierende immer wieder von der dgh und dem Netzwerk profitiert ohne Mitglied zu sein. Das zeigt, der dgh geht es nicht um Mitgliedschaften, sondern um die Sache – Hauswirtschaft! Das hat mir imponiert. Nicht nur bei Praktika, Jobs, Haus- und Abschlussarbeiten half mir das Netzwerk oder Erfahrungen aus Tagungen, auch beim Einstieg ins Studium war ich froh, durch die dgh Personen wie Mareike Bröcheler zu kennen, die mich als Mentoren begleiteten. Die Gelegenheit, meine Bachelorarbeit beim Kolloquium vorzustellen und Auszüge im Jahrbuch Junge Haushaltswissenschaften zu veröffentlichen, war ein wichtiger Baustein meiner Karriere. Der Slogan: "Zwischen Wissenschaft und Praxis" ist mir wie auf den Leib geschneidert. Als Hauswirtschafterin, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin und Haushaltswissenschaftlerin habe ich öfter die Erfahrung gemacht, wie wichtig es ist, Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen. Mir als Hauswirtschaftsaktivistin sind starke Verbände wichtig und stark können Verbände nur durch viele Mitglieder sein – ganz klar bin ich Mitglied in der Fachgesellschaft für Hauswirtschaft."

Daniela Katz-Raible
Vorsitzende des Fachausschusses Bildung der dgh

Mai 2020 - Petra Wehmeier


"Ich habe nach mehr als 17-jähriger Tätigkeit in der Praxis an der Hochschule Osnabrück mein Studium der Ökotrophologie absolviert. Daher kam ich schon zu Beginn meines Studiums mit der dgh in Berührung. Frau Prof. Dr. Niehage sowie Frau Prof. Dr. Leicht-Eckardt haben sich sehr stark für die Belange der dgh eingesetzt und immer und unermüdlich darüber berichtet, was alles in der dgh gerade "Thema" ist! Auch wurde die HuW schnell zur Pflichtlektüre für uns Studierende und sehr gerne als wissenschaftliche Quelle zitiert. Für mich traf somit schon in den Jahren 2000 bis 2004 das Motto der dgh zu: "Wissenschaft trifft Praxis – Praxis trifft Wissenschaft".

Nach dem Studium ist es bei mir die langjährige Tätigkeit bei der IFHE, die mich zur dgh gebracht hat. Ich bin fast gleichzeitig zum Beirat für Internationale Fragen in der dgh gestoßen, damals unter Leitung von Frau Prof. Dr. Funke. Schnell war ich erprobte Protokollführerin und Bindeglied zwischen der Geschäftsstelle der IFHE und dem Beirat. Daher war es für mich völlig logisch, relativ schnell (2005) in die dgh einzutreten und mich dort zu engagieren, wobei Frau Prof. Dr. Leicht-Eckardt sehr ausschlaggebende – und zu allen Zeiten passende – Argumente zur Hauswirtschaft und Nachhaltigkeit parat hatte, die mich seitdem begleiten und beschäftigen.

Meine Veränderung 2019: Nachdem ich beschlossen habe, nicht mehr für die IFHE tätig zu sein, empfand ich die Anfrage von Frau Prof. Dr. Sennlaub, ob ich nicht ein Amt im dgh-Vorstand übernehmen möchte, als absolute Ehre! Ich konnte mir das auf Anhieb vorstellen, da auch ich ein Beispiel für "Wissenschaft und Praxis" bin, ich verstehe mich seit 2000 als Vermittlerin für beide Seiten. Ich bin nun seit 2005 für die Hauswirtschaft und Haushaltswissenschaften aktiv, und zwar für die praktische Wissenschaft. Hauswirtschaft betrifft alle Handlungsfelder zur Schaffung einer besseren Lebensqualität für jedes Mitglied der Gesellschaft – unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Entwicklung für die Zukunft!

Seit Ende September 2019 bin ich Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der dgh und freue mich sehr, für die dgh aktiv sein zu können!"

Petra Wehmeier
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

April 2020 - Prof. Dr. Sascha Skorupka


"Als ich an den Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda berufen wurde, lud mich Gerd Nauman, damals Vorstandsvorsitzender der dgh, zu einem Gespräch ein. Wir kannten uns flüchtig, da ich damals an der Uni Hannover eine Lehrveranstaltung von ihm übernommen hatte. Beim gemeinsamen Essen betonte er dann ausdrücklich, wie sehr er sich freue, dass ich jetzt auch zur Gemeinschaft der Hauswirtschaft, und speziell der Haustechnik, gehören würde. Er versprach, mich zu unterstützen, wie das hier unter Kollegen so üblich sei. Ich nahm dieses Angebot natürlich sehr gerne an und denke bis heute an das schöne Gespräch mit ihm und daran, mit welch offenen Armen ich damals aufgenommen wurde. Im Gegenzug nahm er mir das Versprechen ab, Mitglied der dgh zu werden und mich dort einzubringen, was ich ebenso gerne zusagte.

Leider konnte er sein Versprechen nicht mehr erfüllen, da er bald darauf völlig überraschend verstarb, aber seine Begeisterung war so ansteckend, dass ich bei nächster Gelegenheit mein Versprechen einlöste und in die dgh und den Fachausschuss Haushaltstechnik eingetreten bin. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut, denn ich habe dadurch viele interessante und liebenswürdige Menschen kennen gelernt, deren Kompetenz und Erfahrung mich immer wieder neu beeindruckt und von denen ich schon sehr viel lernen konnte. Ich freue mich, wenn ich mit meinem Engagement etwas davon an die dgh zurück geben kann."

Prof. Dr. Sascha Skorupka
Stellvertretendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

März 2020 - Martina Schäfer


"Schon zu Beginn meiner Berufstätigkeit als Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin im Jahr 1980 war ich in beruflichen Verbänden unterwegs und konnte mir als junge Führungskraft dort sehr viel Hilfe für meinen beruflichen Alltag einholen. Eines Tages traf ich auf Ruth Waizenegger, die mich für die Mitarbeit im fundus anfragte und somit auch für den Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe. Wie es denn so ist in beruflichen Verbänden, werden neue interessierte Mitglieder sofort in andere Interessengruppen delegiert und so kam ich 2008 zur Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW) und wurde noch in der ersten Sitzung in den Vorstand gewählt, und einige Jahre  später auch zur Vorsitzenden.

Als Vertreterin der BAG-HW nahm ich ab und zu an den dgh Jahrestagungen teil. Mir imponierten stets die hohe Professorendichte und die hohe Fachlichkeit an diesen Veranstaltungen. Unerreichbar für eine Vollblutpraktikerin – so dachte ich anfangs, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Meine Wahl in den dgh Vorstand empfinde ich noch immer als hohe Ehre, mit so viel Kompetenz an einem Tisch zu sitzen und ich mittendrin. Und genau dafür steht die dgh - Wissenschaft trifft Praxis - Praxis trifft Wissenschaft. Ich bin der lebende Beweis. Unsere dgh Vorstandssitzungen sind auch aufgrund unserer persönlichen Vielfältigkeit immer etwas Besonderes und man fährt voller Ideen und mit neuem Tatendrang nach Hause. Und genau diese Motivation liebe ich."

Martina Schäfer
Stellvertretendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

Februar 2020 - Dr. Inge Maier-Ruppert


"In die dgh bin ich während des Studiums Ökotrophologie an der TU München-Weihenstephan eingetreten. Beginn des Studiums im Wintersemester 1976/1977. Ich war sicher schon in einem höheren Semester, als ich den Mitgliedsantrag ausfüllte. Ich weiß nicht mehr, wer für die dgh geworben hat, Frau Professor Weggemann oder Herr Professor Karg? Klar war, wenn man/frau  über Haushaltswissenschaften mehr erfahren wollte, ging dies nur über die dgh. Unvergessen die Jahrestagung in Wageningen bei Professor van Leuwen, zu der wir zu viert in einem Kleinwagen von Freising aus fuhren. Später nach dem Diplom als ich in Gießen als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Professor Bottler, Lehrstuhl Wirtschaftslehre des Großhaushaltes arbeitete, wurde der Fachausschuss Großhaushalt, heute Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, gegründet. Dieser Fachausschuss wurde meine fachliche Heimat und blieb dies auch später, als ich bei einem Wohlfahrtsverband verantwortlich für soziale Einrichtungen war.

Eine fast 40-jährige Beziehung verändert sich im Laufe der Jahre. Es gab Zeiten, da habe ich nur die HuW bekommen und sie - mehr oder weniger - gelesen abgelegt, es gab Zeiten der intensiven inhaltlichen Arbeit, und nun engagiere ich mich im Vorstand der dgh. Den fachlichen Diskurs in der dgh, in den Haushaltswissenschaften und anderen Fachdisziplinen, die sich mit dem Alltag der Menschen und ihrem Leben beschäftigen, möchte ich gerne weitertragen, so wie ich dies damals als große Bereicherung erlebt habe."

Dr. Inge Maier-Ruppert
Stellvertretendes und Rechnungsführendes Vorstandsmitglied
der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

Januar 2020 - Prof. Dr. Angelika Sennlaub


"Als ich in Gießen Oecotrophologie studierte, kam Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe auf uns Studierende zu. Sie ermunterte uns, eine Tagung zu besuchen: "Familie 2000. Bildung für Familien und Haushalte zwischen Alltagskompetenz und Professionalität. Europäische Perspektiven", die vom 26. bis zum 28. September 1999 in Bonn ausgerichtet wurde. Mit meiner Kommilitonin Karin machte ich mich auf den Weg. Es war eine internationale Tagung, wir waren sehr unerfahren und sehr beeindruckt.

Seitdem bin ich in der dgh: Zu Beginn besuchte ich die Jahrestagungen und ausgewählte Veranstaltungen von Fachausschüssen. Mit Übernahme einer Promotionsstelle tauschte ich mich im Jungen Forum aus und engagierte mich gemeinsam mit meinem Doktorvater Prof. Dr. Bernd Schnieder im Fachausschuss Haushalt und Wohnen. Mit meiner Berufung an die Hochschule Niederrhein wechselte ich zum Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, um mehr Kontakte und Erfahrungen im Bereich der stationären Dienstleistungserbringung zu gewinnen.

Die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft ist heute mein berufliches Zuhause. Hier treffe ich Menschen, deren Themen, deren fachliche Ansätze und deren Haltung zu meiner passt. Viele Themen, die mich in Versorgungsfragen beschäftigen, entwickeln wir gemeinsam weiter, diskutieren sie auf Tagungen und machen sie als Veröffentlichung für andere Interessierte zugänglich. Ich lerne auch heute noch viele spannende Menschen kennen und es haben sich wertvolle berufliche Kontakte entwickelt.

Seit zwei Jahren bin ich Vorsitzende der dgh. Und ich bin gespannt und freue mich darauf, was sich noch mit der dgh und mir entwickeln wird."

Prof. Dr. Angelika Sennlaub
Vorsitzendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft