Mein Weg zur Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh)


 

 

Juli 2020 - Dr. Mareike Bröcheler


"Mein Weg in die dgh begann während meines Masterstudiums. Die damalige Vorsitzende des Jungen Forums Insa Deeken ermunterte mich, doch die Ergebnisse meines jüngsten Praktikumsprojektes auf dem Kolloquium 2010 vorzustellen. Durch den Austausch mit Studierenden und Mitarbeitenden unterschiedlicher Hochschulen oder Praxisfelder hatte ich Feuer gefangen und war von da an im Jungen Forum aktiv: Als Teilnehmerin, als Organisatorin und Delegierte im Beirat für Internationale Fragen. Hier zeigte sich also typisch dgh: Wissenschaft trifft Praxis – und trifft Nachwuchskräfte! Sowohl im Jungen Forum als auch in den übrigen Strukturen der dgh fand ich alle meine Studieninhalte wieder – wo, wenn nicht hier, sollte ich also anfangen mich zu vernetzen und außerhalb der Uni fachlich aktiv zu werden?

Als ich mein Studium beendet und eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof.‘in Dr. Uta Meier-Gräwe an der Uni Gießen angetreten hatte, erhielt ich 2013 die Anfrage, ob ich nicht einen der stellvertretenden Vorstandsposten in der dgh übernehmen wolle. Nach kurzem Überlegen sagte ich zu, wurde gewählt und lernte in den kommenden vier Jahren die dgh von einer weiteren, ganz anderen Seite kennen. Im "Hintergrund" bekommt man vieles mit, zum einen durchaus Arbeit für den Verband, zum anderen aber auch die Arbeit des Verbandes: Publikationen, politische Arbeit, Fachtagungen, Initiativen rund um Hauswirtschaft und Haushaltswissenschaften – ich war immer wieder aufs Neue beeindruckt, was alles läuft in dieser (von ihrer Mitgliederanzahl her gar nicht mal so großen) Fachgesellschaft und bin es nach wie vor!

Das motiviert mich, die dgh auch weiterhin zu unterstützen, mich aktiv einzubringen und im Gegenzug von einem wertvollen Netzwerk zu profitieren."

Dr. Mareike Bröcheler
Junges Forum der dgh

Juni 2020 - Daniela Katz-Raible


"Meine ersten Berührungspunkte mit der dgh hatte ich 2006 beim Besuch der Verbändetagung in Berlin mit der Berufsschule. So viele Verbände gab es zur Auswahl, zunächst vertagte ich die Entscheidung über den Eintritt in einen Verband. In den ersten Semestern meines Oecotrophologiestudiums an der Hochschule Fulda nahm ich regelmäßig an Kolloquien des Jungen Forums der dgh teil und nutzte die Gelegenheit, dgh-Tagungen zu besuchen. Im Februar 2017 wurde beim Fachausschuss Bildung diskutiert, ob dieser Fachausschuss mangels Mitgliedern und Mitarbeitenden ruhen sollte. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass der Fachausschuss mindestens bis zur Neuordnung des Berufs Hauswirtschafter/-in weiterarbeitet und wurde Vorsitzende des Fachausschuss Bildung – und damit auch endlich dgh-Mitglied.

Ich habe in meiner Zeit als Schülerin und später als Studierende immer wieder von der dgh und dem Netzwerk profitiert ohne Mitglied zu sein. Das zeigt, der dgh geht es nicht um Mitgliedschaften, sondern um die Sache – Hauswirtschaft! Das hat mir imponiert. Nicht nur bei Praktika, Jobs, Haus- und Abschlussarbeiten half mir das Netzwerk oder Erfahrungen aus Tagungen, auch beim Einstieg ins Studium war ich froh, durch die dgh Personen wie Mareike Bröcheler zu kennen, die mich als Mentoren begleiteten. Die Gelegenheit, meine Bachelorarbeit beim Kolloquium vorzustellen und Auszüge im Jahrbuch Junge Haushaltswissenschaften zu veröffentlichen, war ein wichtiger Baustein meiner Karriere. Der Slogan: "Zwischen Wissenschaft und Praxis" ist mir wie auf den Leib geschneidert. Als Hauswirtschafterin, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin und Haushaltswissenschaftlerin habe ich öfter die Erfahrung gemacht, wie wichtig es ist, Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen. Mir als Hauswirtschaftsaktivistin sind starke Verbände wichtig und stark können Verbände nur durch viele Mitglieder sein – ganz klar bin ich Mitglied in der Fachgesellschaft für Hauswirtschaft."

Daniela Katz-Raible
Vorsitzende des Fachausschusses Bildung der dgh

Mai 2020 - Petra Wehmeier


"Ich habe nach mehr als 17-jähriger Tätigkeit in der Praxis an der Hochschule Osnabrück mein Studium der Ökotrophologie absolviert. Daher kam ich schon zu Beginn meines Studiums mit der dgh in Berührung. Frau Prof. Dr. Niehage sowie Frau Prof. Dr. Leicht-Eckardt haben sich sehr stark für die Belange der dgh eingesetzt und immer und unermüdlich darüber berichtet, was alles in der dgh gerade "Thema" ist! Auch wurde die HuW schnell zur Pflichtlektüre für uns Studierende und sehr gerne als wissenschaftliche Quelle zitiert. Für mich traf somit schon in den Jahren 2000 bis 2004 das Motto der dgh zu: "Wissenschaft trifft Praxis – Praxis trifft Wissenschaft".

Nach dem Studium ist es bei mir die langjährige Tätigkeit bei der IFHE, die mich zur dgh gebracht hat. Ich bin fast gleichzeitig zum Beirat für Internationale Fragen in der dgh gestoßen, damals unter Leitung von Frau Prof. Dr. Funke. Schnell war ich erprobte Protokollführerin und Bindeglied zwischen der Geschäftsstelle der IFHE und dem Beirat. Daher war es für mich völlig logisch, relativ schnell (2005) in die dgh einzutreten und mich dort zu engagieren, wobei Frau Prof. Dr. Leicht-Eckardt sehr ausschlaggebende – und zu allen Zeiten passende – Argumente zur Hauswirtschaft und Nachhaltigkeit parat hatte, die mich seitdem begleiten und beschäftigen.

Meine Veränderung 2019: Nachdem ich beschlossen habe, nicht mehr für die IFHE tätig zu sein, empfand ich die Anfrage von Frau Prof. Dr. Sennlaub, ob ich nicht ein Amt im dgh-Vorstand übernehmen möchte, als absolute Ehre! Ich konnte mir das auf Anhieb vorstellen, da auch ich ein Beispiel für "Wissenschaft und Praxis" bin, ich verstehe mich seit 2000 als Vermittlerin für beide Seiten. Ich bin nun seit 2005 für die Hauswirtschaft und Haushaltswissenschaften aktiv, und zwar für die praktische Wissenschaft. Hauswirtschaft betrifft alle Handlungsfelder zur Schaffung einer besseren Lebensqualität für jedes Mitglied der Gesellschaft – unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Entwicklung für die Zukunft!

Seit Ende September 2019 bin ich Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der dgh und freue mich sehr, für die dgh aktiv sein zu können!"

Petra Wehmeier
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

April 2020 - Prof. Dr. Sascha Skorupka


"Als ich an den Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda berufen wurde, lud mich Gerd Nauman, damals Vorstandsvorsitzender der dgh, zu einem Gespräch ein. Wir kannten uns flüchtig, da ich damals an der Uni Hannover eine Lehrveranstaltung von ihm übernommen hatte. Beim gemeinsamen Essen betonte er dann ausdrücklich, wie sehr er sich freue, dass ich jetzt auch zur Gemeinschaft der Hauswirtschaft, und speziell der Haustechnik, gehören würde. Er versprach, mich zu unterstützen, wie das hier unter Kollegen so üblich sei. Ich nahm dieses Angebot natürlich sehr gerne an und denke bis heute an das schöne Gespräch mit ihm und daran, mit welch offenen Armen ich damals aufgenommen wurde. Im Gegenzug nahm er mir das Versprechen ab, Mitglied der dgh zu werden und mich dort einzubringen, was ich ebenso gerne zusagte.

Leider konnte er sein Versprechen nicht mehr erfüllen, da er bald darauf völlig überraschend verstarb, aber seine Begeisterung war so ansteckend, dass ich bei nächster Gelegenheit mein Versprechen einlöste und in die dgh und den Fachausschuss Haushaltstechnik eingetreten bin. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut, denn ich habe dadurch viele interessante und liebenswürdige Menschen kennen gelernt, deren Kompetenz und Erfahrung mich immer wieder neu beeindruckt und von denen ich schon sehr viel lernen konnte. Ich freue mich, wenn ich mit meinem Engagement etwas davon an die dgh zurück geben kann."

Prof. Dr. Sascha Skorupka
Professor für Physik und Technik
Fachbereich Oecotrophologie, Hochschule Fulda
Stellvertretendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

März 2020 - Martina Schäfer


"Schon zu Beginn meiner Berufstätigkeit als Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin im Jahr 1980 war ich in beruflichen Verbänden unterwegs und konnte mir als junge Führungskraft dort sehr viel Hilfe für meinen beruflichen Alltag einholen. Eines Tages traf ich auf Ruth Waizenegger, die mich für die Mitarbeit im fundus anfragte und somit auch für den Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe. Wie es denn so ist in beruflichen Verbänden, werden neue interessierte Mitglieder sofort in andere Interessengruppen delegiert und so kam ich 2008 zur Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW) und wurde noch in der ersten Sitzung in den Vorstand gewählt, und einige Jahre  später auch zur Vorsitzenden.

Als Vertreterin der BAG-HW nahm ich ab und zu an den dgh Jahrestagungen teil. Mir imponierten stets die hohe Professorendichte und die hohe Fachlichkeit an diesen Veranstaltungen. Unerreichbar für eine Vollblutpraktikerin – so dachte ich anfangs, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Meine Wahl in den dgh Vorstand empfinde ich noch immer als hohe Ehre, mit so viel Kompetenz an einem Tisch zu sitzen und ich mittendrin. Und genau dafür steht die dgh - Wissenschaft trifft Praxis - Praxis trifft Wissenschaft. Ich bin der lebende Beweis. Unsere dgh Vorstandssitzungen sind auch aufgrund unserer persönlichen Vielfältigkeit immer etwas Besonderes und man fährt voller Ideen und mit neuem Tatendrang nach Hause. Und genau diese Motivation liebe ich."

Martina Schäfer
Selbstständige Hauswirtschaftliche Fachberaterin und Haushaltsexpertin beim SWR
Ostrach
Stellvertretendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

Februar 2020 - Dr. Inge Maier-Ruppert


"In die dgh bin ich während des Studiums Ökotrophologie an der TU München-Weihenstephan eingetreten. Beginn des Studiums im Wintersemester 1976/1977. Ich war sicher schon in einem höheren Semester, als ich den Mitgliedsantrag ausfüllte. Ich weiß nicht mehr, wer für die dgh geworben hat, Frau Professor Weggemann oder Herr Professor Karg? Klar war, wenn man/frau  über Haushaltswissenschaften mehr erfahren wollte, ging dies nur über die dgh. Unvergessen die Jahrestagung in Wageningen bei Professor van Leuwen, zu der wir zu viert in einem Kleinwagen von Freising aus fuhren. Später nach dem Diplom als ich in Gießen als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Professor Bottler, Lehrstuhl Wirtschaftslehre des Großhaushaltes arbeitete, wurde der Fachausschuss Großhaushalt, heute Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, gegründet. Dieser Fachausschuss wurde meine fachliche Heimat und blieb dies auch später, als ich bei einem Wohlfahrtsverband verantwortlich für soziale Einrichtungen war.

Eine fast 40-jährige Beziehung verändert sich im Laufe der Jahre. Es gab Zeiten, da habe ich nur die HuW bekommen und sie - mehr oder weniger - gelesen abgelegt, es gab Zeiten der intensiven inhaltlichen Arbeit, und nun engagiere ich mich im Vorstand der dgh. Den fachlichen Diskurs in der dgh, in den Haushaltswissenschaften und anderen Fachdisziplinen, die sich mit dem Alltag der Menschen und ihrem Leben beschäftigen, möchte ich gerne weitertragen, so wie ich dies damals als große Bereicherung erlebt habe."

Dr. Inge Maier-Ruppert
Fortbildung und Beratung sozialer Einrichtungen, Lappersdorf
Stellvertretendes und Rechnungsführendes Vorstandsmitglied
der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

Januar 2020 - Prof. Dr. Angelika Sennlaub


"Als ich in Gießen Oecotrophologie studierte, kam Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe auf uns Studierende zu. Sie ermunterte uns, eine Tagung zu besuchen: "Familie 2000. Bildung für Familien und Haushalte zwischen Alltagskompetenz und Professionalität. Europäische Perspektiven", die vom 26. bis zum 28. September 1999 in Bonn ausgerichtet wurde. Mit meiner Kommilitonin Karin machte ich mich auf den Weg. Es war eine internationale Tagung, wir waren sehr unerfahren und sehr beeindruckt.

Seitdem bin ich in der dgh: Zu Beginn besuchte ich die Jahrestagungen und ausgewählte Veranstaltungen von Fachausschüssen. Mit Übernahme einer Promotionsstelle tauschte ich mich im Jungen Forum aus und engagierte mich gemeinsam mit meinem Doktorvater Prof. Dr. Bernd Schnieder im Fachausschuss Haushalt und Wohnen. Mit meiner Berufung an die Hochschule Niederrhein wechselte ich zum Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, um mehr Kontakte und Erfahrungen im Bereich der stationären Dienstleistungserbringung zu gewinnen.

Die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft ist heute mein berufliches Zuhause. Hier treffe ich Menschen, deren Themen, deren fachliche Ansätze und deren Haltung zu meiner passt. Viele Themen, die mich in Versorgungsfragen beschäftigen, entwickeln wir gemeinsam weiter, diskutieren sie auf Tagungen und machen sie als Veröffentlichung für andere Interessierte zugänglich. Ich lerne auch heute noch viele spannende Menschen kennen und es haben sich wertvolle berufliche Kontakte entwickelt.

Seit zwei Jahren bin ich Vorsitzende der dgh. Und ich bin gespannt und freue mich darauf, was sich noch mit der dgh und mir entwickeln wird."

Prof. Dr. Angelika Sennlaub
Professorin für Hospitality Management
Fachbereich Oecotrophologie, Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach
Vorsitzendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft