Mein Weg zur Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh)


 

 

März 2020 - Martina Schäfer


"Schon zu Beginn meiner Berufstätigkeit als Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin im Jahr 1980 war ich in beruflichen Verbänden unterwegs und konnte mir als junge Führungskraft dort sehr viel Hilfe für meinen beruflichen Alltag einholen. Eines Tages traf ich auf Ruth Waizenegger, die mich für die Mitarbeit im fundus anfragte und somit auch für den Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe. Wie es denn so ist in beruflichen Verbänden, werden neue interessierte Mitglieder sofort in andere Interessengruppen delegiert und so kam ich 2008 zur Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW) und wurde noch in der ersten Sitzung in den Vorstand gewählt, und einige Jahre  später auch zur Vorsitzenden.

Als Vertreterin der BAG-HW nahm ich ab und zu an den dgh Jahrestagungen teil. Mir imponierten stets die hohe Professorendichte und die hohe Fachlichkeit an diesen Veranstaltungen. Unerreichbar für eine Vollblutpraktikerin – so dachte ich anfangs, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Meine Wahl in den dgh Vorstand empfinde ich noch immer als hohe Ehre, mit so viel Kompetenz an einem Tisch zu sitzen und ich mittendrin. Und genau dafür steht die dgh - Wissenschaft trifft Praxis - Praxis trifft Wissenschaft. Ich bin der lebende Beweis. Unsere dgh Vorstandssitzungen sind auch aufgrund unserer persönlichen Vielfältigkeit immer etwas Besonderes und man fährt voller Ideen und mit neuem Tatendrang nach Hause. Und genau diese Motivation liebe ich."

Martina Schäfer
Selbstständige Hauswirtschaftliche Fachberaterin und Haushaltsexpertin beim SWR
Ostrach
Stellvertretendes Vorstandsmitglied
der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

Februar 2020 - Dr. Inge Maier-Ruppert


"In die dgh bin ich während des Studiums Ökotrophologie an der TU München-Weihenstephan eingetreten. Beginn des Studiums im Wintersemester 1976/1977. Ich war sicher schon in einem höheren Semester, als ich den Mitgliedsantrag ausfüllte. Ich weiß nicht mehr, wer für die dgh geworben hat, Frau Professor Weggemann oder Herr Professor Karg? Klar war, wenn man/frau  über Haushaltswissenschaften mehr erfahren wollte, ging dies nur über die dgh. Unvergessen die Jahrestagung in Wageningen bei Professor van Leuwen, zu der wir zu viert in einem Kleinwagen von Freising aus fuhren. Später nach dem Diplom als ich in Gießen als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Professor Bottler, Lehrstuhl Wirtschaftslehre des Großhaushaltes arbeitete, wurde der Fachausschuss Großhaushalt, heute Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, gegründet. Dieser Fachausschuss wurde meine fachliche Heimat und blieb dies auch später, als ich bei einem Wohlfahrtsverband verantwortlich für soziale Einrichtungen war.

Eine fast 40-jährige Beziehung verändert sich im Laufe der Jahre. Es gab Zeiten, da habe ich nur die HuW bekommen und sie - mehr oder weniger - gelesen abgelegt, es gab Zeiten der intensiven inhaltlichen Arbeit, und nun engagiere ich mich im Vorstand der dgh. Den fachlichen Diskurs in der dgh, in den Haushaltswissenschaften und anderen Fachdisziplinen, die sich mit dem Alltag der Menschen und ihrem Leben beschäftigen, möchte ich gerne weitertragen, so wie ich dies damals als große Bereicherung erlebt habe."

Dr. Inge Maier-Ruppert
Fortbildung und Beratung sozialer Einrichtungen, Lappersdorf
Stellvertretendes und Rechnungsführendes Vorstandsmitglied
der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft

Januar 2020 - Prof. Dr. Angelika Sennlaub


"Als ich in Gießen Oecotrophologie studierte, kam Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe auf uns Studierende zu. Sie ermunterte uns, eine Tagung zu besuchen: "Familie 2000. Bildung für Familien und Haushalte zwischen Alltagskompetenz und Professionalität. Europäische Perspektiven", die vom 26. bis zum 28. September 1999 in Bonn ausgerichtet wurde. Mit meiner Kommilitonin Karin machte ich mich auf den Weg. Es war eine internationale Tagung, wir waren sehr unerfahren und sehr beeindruckt.

Seitdem bin ich in der dgh: Zu Beginn besuchte ich die Jahrestagungen und ausgewählte Veranstaltungen von Fachausschüssen. Mit Übernahme einer Promotionsstelle tauschte ich mich im Jungen Forum aus und engagierte mich gemeinsam mit meinem Doktorvater Prof. Dr. Bernd Schnieder im Fachausschuss Haushalt und Wohnen. Mit meiner Berufung an die Hochschule Niederrhein wechselte ich zum Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe, um mehr Kontakte und Erfahrungen im Bereich der stationären Dienstleistungserbringung zu gewinnen.

Die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft ist heute mein berufliches Zuhause. Hier treffe ich Menschen, deren Themen, deren fachliche Ansätze und deren Haltung zu meiner passt. Viele Themen, die mich in Versorgungsfragen beschäftigen, entwickeln wir gemeinsam weiter, diskutieren sie auf Tagungen und machen sie als Veröffentlichung für andere Interessierte zugänglich. Ich lerne auch heute noch viele spannende Menschen kennen und es haben sich wertvolle berufliche Kontakte entwickelt.

Seit zwei Jahren bin ich Vorsitzende der dgh. Und ich bin gespannt und freue mich darauf, was sich noch mit der dgh und mir entwickeln wird."

Prof. Dr. Angelika Sennlaub
Professorin für Hospitality Management
Fachbereich Oecotrophologie, Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach
Vorsitzendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft