Alltag in Stadt und Land - dgh-Jahrestagung am 10. und 11. 09. 2015 im UpH Essen

Alltagsgestaltung und -versorgung betrifft jede Generation, jedes Alter, jeden von uns, egal wo und wie wir leben und wohnen. Die Gestaltung zukunftsfähiger Strukturen des Alltags ist immer eine große Herausforderung für Einzelne, Gruppen, Institutionen und Kommunen.

Die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh) vom 10. - 11. September 2015 im Unperfekthaus in Essen beschäftigt sich mit Anforderungen und Angeboten der Haushaltswissenschaften und Hauswirtschaft zur Alltagsgestaltung im ländlichen sowie städtischen Raum. Dabei geht der Blick von Versorgungsstrategien in Institutionen, über technische Unterstützungsmöglichkeiten, Qualifizierungsperspektiven, Dienstleistungsgedanken bis hin zu Ergebnissen einer Studie über bürgerschaftliches Engagement im Übergang von Berufstätigkeit zum sogenannten „dritten Lebensabschnitt“. Zudem werden Referenzbudgets für Haushalte in prekären Lebenslagen und innovative Dienstleistungen zur Einkommenssicherung im ländlichen Raum vorgestellt.

Am Ende der Tagung werden Poster prämiert, die von unterschiedlichen Gruppierungen zum Tagungsthema erstellt wurden und während der Tagung, ebenso wie Informationen der Tagungssponsoren ausgestellt sind.

Das Tagungsprogramm (s. Anlage) ist auch als Download zu finden auf der Homepage der dgh unter www.dghev.

Für die Presse stehen die ReferentInnen sowie der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft zur Verfügung am 10.09.2015 vor Tagungsbeginn um 9.00 Uhr. 

Mitgliederversammlung wählt Andrea Jenkel in den Vorstand - Neue Geschäftsführerin seit 10. September 2015

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh) hat am 10. September 2015 im Unperfekthaus in Essen Andrea Jenkel zum neuen Geschäftsführenden Vorstandsmitglied gewählt. Sie ist bereits seit 2008 im Fachausschuss Haushaltstechnik aktiv, kümmert sich dort um die Mitgliederverwaltung und verfasst redaktionelle Beiträge. Daneben ist sie seit 2009 Mitglied des Beirates für Internationale Fragen in der dgh (Deutsche Sektion des IVHW). Der Beirat für Internationale Fragen vertritt die Interessen der dgh auf internationaler Ebene.

Andrea Jenkel folgt in der Geschäftsführung auf Agnes Loose, die nach acht Jahren aus dem Amt scheidet. Agnes Loose wird aber weiterhin in der Geschäftsstelle tätig sein.

Christiane Heeren wurde im Amt des Rechnungsführenden Vorstandsmitglieds bestätigt. Weiterhin gehören zum Vorstand Prof. Dr. Gerd Naumann aus Hannover als Vorsitzender sowie Sigried Boldajipour (Ottersberg), Mareike Bröcheler (Gießen) und Inge Maier-Ruppert (Lappersdorf) als seine Stellvertreterinnen, die alle 2013 gewählt wurden.

Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft auf dem Deutschen Seniorentag in Frankfurt/M

Vom 2. – 4. Juli 2015 findet der 11. Deutsche Seniorentag im Congress Center Messe Frankfurt/M statt. Das Motto „Gemeinsam in die Zukunft“ setzt ein Zeichen für Miteinander und Gemeinsamkeit zwischen Jungen und Alten, zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen, unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Wohlstandes u.v.m.

Die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft beteiligt sich mit 2 Veranstaltungen am Programm des Seniorentages:

- „Soziale Inklusion durch religionsadäquate Verpflegung“ ist das Thema von Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt und Johanna-Elisabeth Giesenkamp von der Hochschule Osnabrück. Wie lassen sich die verschiedenen Lebensmittel- und Speisenvorschriften der häufigsten Religionen in Deutschland so umsetzen, dass es möglich ist, trotz dieser Unterschiedlichkeit gemeinsam zu Tisch zu sitzen und eine Mahlzeit zu genießen?

- „Essen und Trinken – was und wie ich es will – Eigenständigkeit im Alltag erhalten“ ist das Thema von Martina Feulner, H- wie Hauswirtschaft, Freiburg. Motorische und kognitive Veränderungen im Alter erschweren oft die Selbständigkeit beim Essen und Trinken, genaues Beobachten zeigt, wie diskret unterstützt werden kann.

Beide Veranstaltungen finden am 2. Juli nachmittags statt. Anmeldungen für den Seniorentag sind möglich über www.bagso.de oder www.deutscher-seniorentag.de . Hier lässt sich auch ein Eindruck über die Vielfältigkeit des Programmes gewinnen.

Gleichzeitig findet die Messe „SenNova – Die Messe für die Generation 50+“ www.sennova.de statt mit einem reichhaltigen Bühnenprogramm mit einem täglich wechselnden Schwerpunkt. Die Vortrags-, Show- und Aktionsangebote beschäftigen sich mit Mobilität, Gesundheit und Vorsorge.

Familie, Mensch und Gesellschaft stark durch Hauswirtschaft – Gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Seit dem 21. März 1982 begeht der Internationale Verband für Hauswirtschaft, IVHW, jedes Jahr den Welthauswirtschaftstag. Im Jahr 2013 liegt der Fokus auf „Familie, Mensch und Gesellschaft stark durch Hauswirtschaft - Gegen Armut und soziale Ausgrenzung“.

Dieses Thema steht in engem Bezug zur IVHW-Kampagne, die für das 20. Jubiläum des Internationalen Jahr der Familie im Jahr 2014 beschlossen wurde. Einzelpersonen, Familien und Haushalte sind die Basis von Zivilgesellschaften und Wirtschaftssystemen. Die Funktionen von Familien und Haushalten sind facettenreich und weit reichend. Sie erfüllen einerseits die Bedürfnisse ihrer Mitglieder und beeinflussen andererseits die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen der Gesellschaft, die ihren Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht werden sollen.

Die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) beteiligt sich in diesem Jahr mit zwei Veranstaltungen an dieser Kampagne. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung von Familienarmut und sozialer Ausgrenzung:

Bereits am 1. März 2013 veranstaltete die dgh einen Fachworkshop zum Thema „Older people and poverty – how can reference budgets be used in education and counseling?“ in der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn. Auf der Veranstaltung standen die Konsequenzen für Bildungs- und Beratungsangebote zur Armutsprävention bei älteren Menschen sowie der Einsatz von Referenzbudgets zur Diskussion. Der Workshop ist Teil eines zweijährigen europäischen Bildungsprojektes, das von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) koordiniert und mit Partnern aus sechs EU-Ländern durchgeführt wird, zu denen die dgh gehört. Die GRUNDTVIG-Lernpartnerschaft wird von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt.

Im Zentrum des Projektes steht die Frage, wie die Lebensqualität älterer Menschen mit niedrigem Einkommen verbessert werden kann, um ihnen ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen. Eine Reihe transnationaler Workshops sowie ein abschließender „Runder Tisch“ in Brüssel sollen Erfahrungsaustausch und Kooperation zwischen Seniorenorganisationen sowie Akteuren der Verbraucher-, Finanz- und Schuldnerberatung in Europa stärken.

Die Jahrestagung der dgh am 18. und 19. September in Mainz soll die Bedeutung von Hauswirtschaft in sozialen Einrichtungen zur Vermittlung und Erhaltung von Alltagskompetenzen, betonen. Das Thema “Lass es mich selber machen! - Transformationen des Alltags“ weist auf neue Handlungsansätze hin. In der kritischen Auseinandersetzung mit den neuen Aufgaben zeigt sich, dass eine Hauswirtschaft, die sich vorrangig an standardisierten Dienstleistungen orientiert, häufig am Leben von Menschen mit Betreuungsbedarf vorbei geht. Sie versorgt und schafft Abhängigkeiten, statt Selbstbestimmung und Teilhabe zu fördern. Förderung der Selbstorganisation und eigenständiger Lebensgestaltung sind die neuen Zielkategorien. Für die Vermittlung von Daseinskompetenzen gibt es vielfältige Konzepte und Praxisbeispiele, alle mit dem Ziel, Menschen zu stärken, Teilhabe zu ermöglichen und ihren Platz in der Zivilgesellschaft zu finden. 

Berufe der Hauswirtschaft im Deutschen Qualifikationsrahmen Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft legt Ergebnisse vor

Die hauswirtschaftlichen Berufe in der Systematik des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) abzubilden, dies war der Auftrag, den sich eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft gegeben hat. Nun steht das Ergebnis zur Verfügung und kann als kostenfreier Download genutzt werden.

Aus zwei Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V. (dgh) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW), den „Frankfurter Gesprächen 2009/2010“ entstand die Taskforce Hauswirtschaftliche Berufsbildung, um einen Ansatz zu entwickeln, mit dem die Berufe der Hauswirtschaft im Deutschen Qualifikationsrahmen abzubilden sind. Die Arbeitsgruppe „Taskforce Hauswirtschaftliche Berufsbildung“ konnte in hochkarätiger Besetzung arbeiten: Die Berufs- und Fachverbände der Hauswirtschaft, zuständige Stellen der Länder für die Berufsbildung in der Hauswirtschaft, Sozialpartner für die Berufe der Hauswirtschaft, Schulen und Projektstandorte hatten sich für ein gemeinsames Vorgehen entschieden. Nun liegt ein Ergebnis vor, das von einer breiten Basis der Profession getragen wird.

Die Arbeitsgruppe schlägt für die in 2012 anstehende Festlegung der Niveaustufen für die Berufe der Hauswirtschaft folgende Stufen vor:

Niveaustufe 3: Fachpraktiker/in Hauswirtschaft

Niveaustufe 4: Hauswirtschafter/in

Niveaustufe 5: Geprüfte Fachhauswirtschafter/in

Niveaustufe 6: Meister/in der Hauswirtschaft, Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in

Niveaustufe 7: Führungskraft Hauswirtschaft

Die Ergebnisse können nicht nur von den für die Berufsbildung zuständigen Ministerien auf Bundesund Länderebene genutzt werden, um in den Abschlusszeugnissen die erreichte Niveaustufen anzugeben, sondern leisten ihren Beitrag in den Diskussionen zur Weiterentwicklung der hauswirtschaftlichen Berufe. Mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen werden die Berufe nach einer einheitlichen Systematik mit ihren Kompetenzprofilen beschrieben. 

Der Titel der Veröffentlichung: Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (Hg.), Die hauswirtschaftlichen Berufe im Deutschen Qualifikationsrahmen, Osnabrück 2012

Ergänzend zur Veröffentlichung steht eine Kurzfassung zur Verfügung. Beide Dokumente stehen als kostenfreier Download auf den Internetseiten der dgh unter www.dghev.de zur Verfügung.

„Essen auf Rädern“ ‐ Kompetent beraten und köstlich verpflegt! So profitieren Anbieter, stationäre Einrichtungen und ältere Menschen

10.00 ‐ 10.30 Uhr Was sollte und was kann „Essen auf Rädern“ leisten?   (Prof. Ulrike Arens‐Azevêdo, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg)

10.30 ‐ 11.00 Uhr Vorstellung des „DGE‐Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ (Ricarda Holtorf, Fit im Alter – Gesund essen besser leben, DGE Bonn)

11.00 ‐ 11.30 Uhr Wie profitieren stationäre Senioreneinrichtungen vom Angebot von „Essen auf Rädern“   – Ein Praxisbeispiel (Steffen Tietz, Servicemanager Matthias‐Claudius Altenhilfe e.V. , Rotenburg an der Wümme)

11.30 ‐ 12.00 Uhr Demographische Entwicklung – Haushalt und Versorgung als zentrale neue Aufgabenfelder   (Anne von Laufenberg‐ Beermann, Im Alter IN FORM, BAGSO Bonn)

PAUSE 12.00 ‐ 13.00 Uhr

13.00 ‐ 14.00 Uhr Kochshow: Optimierung von Speisenplänen nach den DGE‐Qualitätsstandards – Ideen, Rezepte &Verkostung (Stefan Forster, Ernährungswerkstatt, Altenstadt/WN)

14.00 ‐ 14.30 Uhr Der Weg zur Fit im Alter‐Zertifizierung  für „Essen auf Rädern“ (Heiko Genrich, Küchenleiter, Volkssolidarität Kreisverband Glauchau/Hohenstein Ernstthal e.V.)

14.30 ‐ 15.00 Uhr Der Service rund um „Essen auf Rädern“ – Was wünschen sich Kundinnen und Kunden (Dr. Cornelie Pfau, Max Rubner‐Institut, Karlsruhe)

15.00 ‐ 15.30 Uhr Geschmack wecken und Veränderungen bewirken bei Seniorinnen und Senioren (Ute Hantelmann, Dipl. Oec. troph., Fit im Alter Verbraucherzentrale, Hamburg)    

15.30 ‐ 16.00 Uhr „Essen auf Rädern“ mit Genuss – Warum soll es älteren Menschen zu Hause schlechter gehen? (Markus Biedermann, Diplom Gerontologe, Heimkoch)  

Den Alltag leben! Hauswirtschaftliche Betreuung – ein innovativer Weg für soziale Einrichtungen und Dienste

Was hat Hauswirtschaft mit Betreuung zu tun? Wie kann Hauswirtschaft einen Beitrag zur Befähigung von Menschen mit Hilfebedarf leisten? Wie und was kann sie zur Weiterentwicklung von sozialen Organisationen beitragen?

Antworten auf diese Fragen gibt die vorliegende Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh). Der Fachausschuss Hauswirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe hat die konzeptionellen Grundlagen der hauswirtschaftlichen Betreuung systematisch entwickelt und anhand verschiedener soziale Felder differenziert. Für das hauswirtschaftliche Handeln in Hausgemeinschaften, Wohngruppen und klassische Einrichtungen mit alltags- und lebensweltorientierten Konzepten liegt nun das Handlungskonzept vor.

In der Neuordnung des Ausbildungsberufes Hauswirtschafterin von 30.6.1999 wurde hauswirtschaftliche Versorgung und hauswirtschaftliche Betreuung als Arbeitsfeld für die Hauswirtschafter/in eingeführt. Während Versorgung sich in den Leistungsbereichen Ernährung, Hausreinigung, Wäschepflege und Gestaltung des Wohnumfeldes konkretisiert, bleibt hauswirtschaftliche Betreuung in der Fachliteratur ungenau und orientiert sich sehr an pädagogischen und psychologischen Ansätzen. Es fehlte bis lang die Einordnung der hauswirtschaftlichen Betreuung zwischen Versorgung und Therapie und die Aufbereitung für Ausbildung, Fort- und Weiterbildung.

Die konzeptionellen Veränderungen in sozialen Einrichtungen hinzu am Alltag orientierten Hausgemeinschaften, bei gleichzeitiger verstärkten Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe der Nutzer haben die Hauswirtschaftlichen Arbeitszusammenhänge in vielen sozialen Einrichtungen verändert. Diese Entwicklungen sind für die Hauswirtschaft möglicherweise einrichtungsintern schriftlich fixiert, veröffentlicht sind sie in den wenigsten Fällen.

Die vorliegende Veröffentlichung will diese Lücke schließen: einerseits die Grundlagen der hauswirtschaftlichen Betreuung formulieren, um sie für Aus- , Fort- und Weiterbildung nutzbar zu machen, andererseits aber auch den Akteuren in den Einrichtungen Argumente zur Beschreibung dessen geben, was sie tun, und wie sie sich von den pädagogischen und therapeutischen Ansätzen unterscheiden. Es wird deutlich, welche Potentiale in der Hauswirtschaft stecken und wie diese die Einrichtungen auf die Zukunft hin ausrichten.

Der Text richtet sich an all diejenigen, die sich mit dem Berufsbild Hauswirtschaft beschäftigen und an Leitungsverantwortliche sozialer Einrichtungen und Schnittstellenpartner/innen z. B. aus Pädagogik und Pflege.

Die Veröffentlichung kann in der Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft zum Preis von € 15,- zzgl. Versandkosten bestellt werden. Sie steht auch als kostenfreier Download zum Selbstausdrucken unter www.dghev.de zu Verfügung

Spendenaufruf Kapande

Im Januar haben wir erfahren, dass unsere Kollegin aus Tansania, Frau Asia Kapande eine Zusage bekam, auf dem IVHW-Weltkongress in Melbourne im Juli dieses Jahres, das „Mikrokredit-Projekt“ der TAHEA Mwanza vorzustellen. Dieses Projekt ist ein wichtiger Bestandteil des TAHEA-Arbeitsprogramms zur Ernährungssicherung durch Anbau und Vermarktung der „Orange Fleshed Potatoes“, das Frau Kapande in Sligo 2010 sehr eindrucksvoll präsentiert hat.

Die, mit dem Kongress verbundenen Kosten, sind für Frau Kapande bisher eine große Hürde an dem Kongress teilzunehmen. Seit sie im Ruhestand ist, arbeitet sie ehrenamtlich in einem „Full-Time-Job“ für die TAHEA, kann jedoch nicht mehr, wie früher, über ihre Dienststelle solche Reisen finanzieren. Daher hat sie uns um finanzielle Unterstützung gebeten. Diese Anfrage möchte ich weitergeben und Sie um eine Spende bitten, damit der Beirat für Internationale Fragen der dgh Frau Kapande den Kauf des Flugtickets ermöglichen könnte.

Wir, die wir Frau Kapande persönlich kennen, sind überzeugt, dass sie in besonderer Weise dafür geeignet ist, den afrikanischen Kontinent auf dem Kongress in Melbourne zu vertreten. Mit der Präsentation dieses Projektes erfährt sie persönlich Anerkennung für ihre jahrelange Arbeit für Home Economics in Tansania und erhält die Möglichkeit ihr internationales Netzwerk zu festigen und auszubauen. Dazu möchten wir unseren Beitrag leisten und bitten Sie um Ihre Mithilfe.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) Kontonummer 0808 808, Deutsche Bank Meckenheim BLZ 380 700 24 Verwendungszweck: Asia Kapande Melbourne

Gerne beantworte ich Ihre Fragen oder sende Ihnen weitere Informationen zur Arbeit der TAHEA zu.  

Neuer Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW) Mitte Februar 2012 in Frankfurt wurde der Vorstand neu gewählt: Vorsitzende ist Martina Schäfer vom Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH e. V.. Zu ihrem Stellvertreter wurde Daniel Fuchs vom Volkssolidarität Bundesverband e.V. gewählt. Das Leitungsteam wird auf der Mitgliederversammlung im Herbst 2012 durch weitere Wahlen verstärkt.

In der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft schließen sich seit 1999 alle hauswirtschaftlichen Verbände, vier Arbeitsgemeinschaften auf Länderebene und die hauswirtschaftlichen Abteilungen von Diakonie, Caritas und Volkssolidarität zu einem übergreifenden Netzwerk zusammen.

Ihre Ziele sind die gemeinsame Interessenvertretung für hauswirtschaftliche Belange in politischen und gesellschaftlichen Bereichen, die Mitwirkung und Einflussnahme bei Gesetzgebungsverfahren, Förderung der hauswirtschaftlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Förderung hauswirtschaftlicher Ausbildungs- und Arbeitsplätze und die Wertschätzung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten.

Die Zusammenarbeit der Verbände aktuell und kontinuierlich weiter zu entwickeln, und die Bereitschaft, sich mit einer Stimme für die gemeinsame Hauswirtschaft mit ihren unterschiedlichen Facetten ehrenamtlich zu engagieren, sind Motivationen des neuen Leitungsteams.  

Welttag der Hauswirtschaft am 21. März 2012 – „Gestaltungskompetenz durch Hauswirtschaft: Bildung für einen nachhaltigen Lebensstil“

Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005 bis 2014 die Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen. Diese Weltdekade befasst sich mit allen drei Bereichen der nachhaltigen Entwicklung: Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Ziel ist es, „Menschen zu helfen, Einstellungen, Fähigkeiten und Kenntnisse zu entwickeln, um jetzt und in der Zukunft, durch qualifizierte Entscheidungen zu Gunsten von sich selbst und anderen nachhaltig zu handeln.“ (UNESCO – Bildung für nachhaltige Entwicklung)

Die Elemente der nachhaltigen Entwicklung sind als Ganzes zu sehen, denn sie beeinflussen sich gegenseitig. Langfristig ist eine wirtschaftliche oder gesellschaftliche Entwicklung auf einem Planeten, dessen Rohstoffe ausgebeutet werden, nicht möglich. Deshalb steht umweltpolitische Aufklärung im Mittelpunkt der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ökologische Nachhaltigkeit ist einer der Schlüssel zu einer insgesamt nachhaltigen Entwicklung und zur Erreichung der acht Ziele der Millenniumskampagne der Vereinten Nationen.

Familien und Haushalte sind grundlegende Akteure der Zivilgesellschaften und Volkswirtschaften. Sie sind vor allem verantwortlich für das Ressourcenmanagement und den nachhaltigen Konsum auf Haushaltsebene.

Hauswirtschaftliche Bildung konzentriert sich nicht nur auf das eigene Heim oder den Haushalt, sondern bezieht das Lebensumfeld mit ein. Aus der Sicht der Hauswirtschaft haben die Leistungsfähigkeit, die Entscheidungen und Prioritäten von Individuen und Familien Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Ebenen, vom Haushalt über die lokale Ebene bis zur globalen Gemeinschaft.

Hauswirtschaft als Unterrichtsfach benötigt angemessenene Rahmenbedingungen für Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Diese Kombination von Hauswirtschaft und nachhaltiger Entwicklung bietet sowohl im Bereich Schule, als auch in der Erwachsenenbildung und anderen Ausbildungsprogrammen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Kultur, Werte und Traditionen bestimmen die Entscheidungen von Familien und Haushalten sowohl in entwickelten, als auch sich entwickelnden Ländern. Überall auf der Welt ist ein neues Bewusstsein hinsichtlich ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen notwendig.

2 Bildung wird als wichtigste Voraussetzung für Familien und Haushalte gesehen, um ihr Leben zu verbessern. Für die Gesellschaften ist Bildung wichtig, um die Ziele der UN-Millenniumskampagne zu erreichen.

Hauswirtschaftliche Bildung befähigt Familien und Haushalte:
• Armut und Hunger zu überwinden;
• durch einen nachhaltigen Lebensstil eine nachhaltige Lebensgrundlage zu schaffen;
• einen Beitrag, zur nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaften zu leisten und
• achtsam als verantwortungsbewusste Bürger zu handeln.

Der Internationale Verband für Hauswirtschaft e.V. (IVHW) ist die einzige weltweite Organisation, die sich mit Fragen der Haushaltsführung und Verbraucherfragen beschäftigt. Er hat sich der Vermittlung hauswirtschaftlicher Bildung verpflichtet, um einen nachhaltigen Lebensstil und ein ausreichendes Auskommen zu realisieren. Der IVHW ist eine internationale Nicht-Regierungsorganisation (INGO) mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen (ECOSOC, FAO, UNESCO, UNICEF) und dem Europarat und akkreditiert beim UN Department of Public Information. Informationen zur deutschen Sektion des IVHW unter www.dghev.de .