Welthauswirtschaftstag 2026:
"Gesund essen, nachhaltig leben: Die Zukunft auf dem Teller"
Sieger*innen des Wettbewerbs zum Welthauswirtschaftstag 2026 stehen fest!
Bonn/Helmstedt, 18. März 2026 – Anlässlich des diesjährigen Welthauswirtschaftstages unter dem Motto "Gesund essen, nachhaltig leben: Die Zukunft auf dem Teller" hat die Deutsche Sektion der International Federation for Home Economics (IFHE) herausragende Projekte ihres bundesweiten Wettbewerbs ausgezeichnet. Die prämierten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie moderne Hauswirtschaft Brücken zwischen Gesundheit, Nachhaltigkeit und sozialem Zusammenhalt schlägt.
Zwei erste Plätze für soziale Teilhabe und globale Vernetzung
Gleich zwei Projekte teilen sich den ersten Platz und überzeugten die Fachjury durch ihre Innovationskraft und Praxisnähe:
- Stefano Copperi, Christliche Arbeitsgemeinschaft e.V., Nürnberg: Mit dem Projekt "Gemeinsam genießen – gesund essen, bewusst leben" wird die Hauswirtschaft zum zentralen Begegnungsraum in der stationären Pflege. Bewohnerinnen und Bewohner kochen gemeinsam mit Mitarbeitende aus Hauswirtschaft, Pflege und Sozialem Dienst, gestalten Rezeptwände und stärken so ihre Alltagskompetenzen und Lebensfreude.
- Dr. Heike Müller, TU Berlin: Das Projekt "SFC – sustainable food culture" setzt auf den internationalen Wissensaustausch. In Zusammenarbeit mit Alumni aus 30 Ländern wurden Ansätze für eine zukunftsfähige Esskultur entwickelt, die unter anderem in den "Global Food Stories" und einer digitalen Storytelling-Sammlung dokumentiert sind.
Zweiter Preis für digitale Orientierung beim Einkauf
Der zweite Platz ging an Adina Wendt, Universität Hohenheim, für ihr Projekt "Health Compass". Dabei handelt es sich um ein visuelles Lebensmittellabel, das direkt auf der Verpackung über Nährwerte, Verarbeitungsgrad und den CO2-Fußabdruck informiert. Das Label ermöglicht Verbrauchern eine schnelle und bewusste Entscheidung im Sinne der Planetary Health Diet.
Zwei dritte Plätze für digitale Familienbildung und Armutsprävention
- Prof.in Dr. Astrid Klingshirn, Hochschule Albstadt-Sigmaringen: Das Projekt "ANKE" – Anwendung zur Vermittlung von Nachhaltigkeit an Kinder und Eltern – unterstützt Familien mittels einer App bei der Speisenplanung, Vorratshaltung und Resteverwertung.
- Katrin Lütjen, Prof.in Dr. Ulrike Johannsen (beide Europa-Universität Flensburg) und Silvia Monetti (Verbraucherzentrale NRW): Das IN FORM-Verbundprojekt "Gesund und nachhaltig essen mit kleinem Budget" begegnet der Ernährungsarmut mit niedrigschwelligen Bildungsangeboten für Menschen mit begrenzten finanziellen Ressourcen und Coachings für Multiplikator*innen.
Beide Erstplatzierten erhalten als Anerkennung die Teilnahme an der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh) in Helmstedt, vom 20. bis 22. September 2026. Die Gewinner der zweiten und dritten Plätze wurden mit hochwertigen Buchpreisen sowie einem Spiel zur Verbraucherbildung ausgezeichnet.
Einen Anerkennungspreis erhält Gerlinde Wittlinger, Fachschule für Jugend- und Heimerziehung in Tübingen, für ihr langjähriges Engagement, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch praxisnahes Kochen und die Verarbeitung mitgebrachter Lebensmittel grundlegende hauswirtschaftliche Kompetenzen zu vermitteln.
Der Wettbewerb wurde bereits zum vierten Mal von der Deutschen Sektion der IFHE ausgelobt, die als Beirat für Internationale Fragen in der dgh fungiert. Ziel ist es, hauswirtschaftliche Kompetenzen als Schlüssel für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Lebensstil in der Gesellschaft zu verankern.
Nähere Informationen zu den Siegerprojekten erhalten/finden Sie unter www.dghev.de oder unter https://kurzlinks.de/WHED2026
Übrigens: Auch zum Motto des Welthauswirtschaftstages 2027 "Slow Down Fast Fashion: Nachhaltigkeit ist immer in Mode" wird es wieder einen Wettbewerb geben.
Hinweis für Redakteurinnen und Redakteure:
Der Welthauswirtschaftstag ist eine Initiative der International Federation for Home Economics (IFHE) und wird seit 1982 begangen. Das weltweite Motto des Welthauswirtschaftstages 2026 lautet in englischer Sprache: "You are what you Eat: Feeding the Future".
Die International Federation for Home Economics (IFHE) ist eine weltweit anerkannte Nichtregierungsorganisation mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. Sie wurde 1908 in der Schweiz gegründet und ist die einzige weltweite Organisation, die sich um die Belange der Hauswirtschaft, der Haushaltswissenschaften und der Verbraucherwissenschaften kümmert. Die Deutsche Sektion der IFHE ist als "Beirat für Internationale Fragen" ein Gremium der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V. (dgh)
Deutsche Sektion der International Federation for Home Economics (IFHE)
www.ifhe.org; office@ifhe.org
Beatrix Flatt, Lenauweg 2, 38350 Helmstedt, beatrix@flatt.de
Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh)
www.dghev.de; dgh@dghev.de
Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V.
Geschäftsstelle
Dr. Christiane Pakula
Kaiser-Friedrich-Str. 13
53113 Bonn
Tel.: +49 228 9212592
