"Meine Verbindungen zur Hauswirtschaft sind beruflich peripher, biografisch etwas ausgeprägter.
Zum Peripheren: In meiner langjährigen Tätigkeit als Verantwortlicher für das Konferenzprogramm des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin (JDZB) kam ich mit Frau Prof. Dr. Meier-Gräwe in Kontakt, mit der wir u. a. Tagungen zur Familienpolitik und zur Work-Life-Balance in Deutschland und Japan organisierten. Auch zum Thema Verbraucherschutz hat das JDZB mehrfach den Austausch mit deutschen und japanischen Akteuren wie etwa dem vzbv organisiert.
Das Biographische ist außer in der (nicht wissenschaftlichen) Führung meines eigenen Haushalts, mehr noch aber in der Unterstützung im Vorstand der von meiner Mutter 1992 gegründeten Helga-Brenn-Stiftung zu finden. Viele Jahre hatte meine Mutter den Hausfrauenverband Kassel geleitet und als Hauswirtschaftsmeisterin viele Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftsmeisterinnen ausgebildet. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse flossen in die Gründung der Stiftung ein. Der Wert dieser Arbeit ist mir, das muss ich gestehen, erst recht spät aufgegangen, und sicher haben auch die o. g. beruflichen Erfahrungen und Erkenntnisse dabei geholfen. Sie sind auch in der Revision der Stiftungsverfassung von 2014 eingeflossen, die mir ein Engagement leichter machten.
Aufgrund meiner wissenschaftlich orientierten Berufstätigkeit lag es nahe, mit der dgh Kontakt aufzunehmen und nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu suchen. Dies hat Frau Prof. Dr. Sennlaub ja dann auch ganz einfach ermöglicht. Unter einem weiteren Blickwinkel und im sich entwickelnden gesellschaftlichen Kontext, in dem Hauswirtschaft sehr verschiedene Formen annimmt, sind Haushalt und Hauswirtschaft ein sehr spannendes Feld. Hier interessiert mich vor allem der strukturelle Wandel.
Ich freue mich, mit der Stiftung die Bemühungen der dgh und insbesondere die Forschung von Nachwuchswissenschaftlerinnen unterstützen zu können."
Dr. Wolfgang Brenn
Helga-Brenn-Stiftung, Kassel

