Fachausschuss Haushalt und Wohnen - 2021 reaktiviert und 2022 etabliert!

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, das durch sehr verschiedenartige Bauten und Wohnformen (Einzel-, Gruppen- und Gemeinschaftswohnen) gedeckt werden kann.

Die Wohnung erfüllt verschieden Funktionen: privater Lebensraum zur Regeneration, aber auch Arbeitsort einerseits für unbezahlte Haushaltsarbeit (Versorgung, Pflege, Erziehung und Betreuung), andererseits für die Ausübung einer Erwerbsarbeit durch Haushaltsmitglieder  (z. B. Home-Office) und externe Dienstleisterinnen und Dienstleister.

In Abhängigkeit von der Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mit/ohne Hilfe- und Pflegebedarf und der Haushaltszusammensetzung (Berufstätige, Kinder, Ältere) unterscheiden sich die Anforderungen an das Wohnen/die Wohnung und das Gebäude in quantitativer und qualitativer Hinsicht.

Zurzeit arbeitet der Fachausschuss zum Thema Wohnen im Alter von Privathaushalten bis hin zu stationären Einrichtungen.

Die Veröffentlichungen des Fachausschusses Haushalt und Wohnen finden Sie unter "Publikationen" zum direkten Download.
Die Fachpublikationen zur dgh-Jahrestagung 2023 finden Sie HIER.

Vorsitzende

Prof.in i. R. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt
 

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Stellvertreterin

Dr. Heide Preuße
Akademische Oberrätin i. R. Professur für Management personaler Versorgungsbetriebe
Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behagel-Str. 10
35394 Gießen
Tel. +49 641 99 39317
 

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dgh-Jahrestagung 2024

Bildung braucht Wohnen. Wohnen braucht Bildung!

Wohnwünsche hörbar machen!

Mitglieder des Fachausschusses Haushalt & Wohnen haben junge Frauen, Müttern und Seniorinnen & Senioren zwei Fragen gestellt:

  • Was macht gutes Wohnen für Sie/Dich aus?
  • Wie wollen Sie/willst Du in Zukunft wohnen?

Erfüllung von lebensphasenspezifischen Wohnbedürfnissen und Wohnbedarfen bedeutet Lernen und Anpassung - lebenslang.

Fachpublikationen

Fachpublikationen zur dgh-Jahrestagung 2023

Im Rahmen der dgh-Jahrestagung 2023 in Münster/Westf. stellt der Fachausschus Haushalt und Wohnen ein Poster und einen Flyer/ein Leporello zum Thema "Nachhaltig wohnen in jedem Alter" vor:
Das Poster steht Ihnen HIER als Download zur Verfügung und das Leporello HIER

Nachhaltig Wohnen in jedem Alter

Wohnen weist vielfältige Bezüge zu den Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales auf. Ort und Art des Haushalts prägen den Alltag und damit die häuslichen Aktivitäten, die wiederum den Grad der Nachhaltigkeit einer Wohnsituation beeinflussen.

Welche und wie viele Wirkungen sich ergeben, hängt von den persönlichen Bedürfnissen und Bedarfen der Wohnenden, der Wohnung und der Wohnumgebung ab. Je nach physischer und psychischer Konstitution der Wohnenden, ihrer finanziellen und sozialen Situation bestehen individuell sehr unterschiedliche Chancen sowie Grenzen, zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Die Wohnung ist häufig nicht nur Lebensraum, sondern auch Arbeitsplatz für Haushaltsangehörige oder für professionelle Kräfte (z. B. Pflegedienste), Familienangehörige oder weitere externe Personen. Für das Erreichen des Nachhaltigkeitsziels "Gesundheit und Wohlbefinden" (SDG 3) spielt die (hauswirtschaftliche) Versorgung und Betreuung im privaten Wohnbereich eine besonders große Rolle. Durch diese Leistungen kann ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleistet und ihr Wohlergehen gefördert werden.

Eine häusliche Alltagsversorgung ist dann als ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig zu beurteilen, wenn

  • der Haushalt in ökologischer und finanzieller Hinsicht ressourcenschonend geführt wird,
  • die Haushaltspersonen bedarfs- und bedürfnisgerecht versorgt und ggf. betreut werden und die Haushaltsmitglieder untereinander, aber auch mit weiteren unterstützenden Personen fair umgehen.

Die vielfältigen Bezüge zwischen Merkmalen der Person, der Wohnung und deren Umgebung einerseits und Nachhaltigkeit andererseits erschweren pauschale Beurteilungen, wie nachfolgend beispielhaft aufgezeigt wird.

In Mehrfamilienhäusern gibt es häufig ein Verbot, nasse Wäsche in der Wohnung zu trocknen, und deshalb Wasch- und Trockenräume im Keller. Beim Vorliegen körperlicher Einschränkungen ist das Transportieren von Wäschekörben vom Keller in obere Etagen ohne Lift nicht mehr möglich. Ein Wäschetrockner löst das Problem, wenn auch auf eine ökologisch und ökonomisch ungünstige Weise.

Dies gilt auch für einen elektrischen Aufzug/Lift, der für gehbehinderte Menschen eine große Hilfe ist, die individuelle Bewegungsfreiheit außerhalb einer Wohnung und auch das Transportieren von Lasten zu gewährleisten.

Eine sinnvolle Sanierung von Gebäuden mit schlechtem energetischem Zustand kann die finanziellen Möglichkeiten der Haushalte übersteigen.

Eine barrierefreie Wohnumgebung mit Infrastruktur zur Beschaffung von Gütern des täglichen Bedarfs sowie Möglichkeiten von Naturerleben und Mobilitätsanschluss nutzt allen Menschen.

Münster, September 2023