Prof.in (apl.) Dr. Michaela Schlich - Mein Weg zur Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh)!
Mein Weg in die dgh e.V. begann mit einer Einladung von Seiten des Fachausschusses Haushaltstechnik zu dessen Jahrestagung vor fast 25 Jahren in Krefeld. Seinerzeit war ich als Laborleiterin bei BIO-DATA tätig, einem akkreditierten und zertifizierten Handelslabor für Lebensmittelanalytik und -überwachung. Auf der Tagung stieß mein Arbeits- und Forschungsbereich zum Thema "Verbraucherinformation auf Lebensmittelverpackungen" auf großes Interesse.
1997 hatte ich nach meinem Studium als Ernährungswissenschaftlerin an der Professur für Lebensmittelwissenschaft und Lebensmittelchemie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit Auszeichnung (summa cum laude) promoviert, mit dem Thema: "Zur Biokinetik des S-Benzoylthiamin-O-monophosphats bei gesunden Männern - Analyse mit Metaboliten-Modellen" (Erstgutachterin: Prof.in Dr. rer.nat. Irmgard Bitsch). Schon damals hatte ich erkannt, dass gängige haushaltstechnische Verfahren wie Lagern, Kühlen/Gefrieren oder Garen erheblichen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente) und damit auf die Verzehrsqualität von Lebensmitteln im Haushalt haben.
Oktober 2000 setzte ich meine akademische Laufbahn an der Universität Koblenz-Landau (seit 2023: Universität Koblenz) als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Ernährungs- und Verbraucherbildung (EVB) fort, auch in Würdigung meines Zusatzstudiums der Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der JLU. 2021 wurde ich außerplanmäßig zur Professorin für das Fach "Ernährungs- und Verbraucherbildung und ihre Didaktik" ernannt, dies aufgrund meiner extern begutachteten, umfangreichen Lehr- und Forschungsleistungen in der EVB.
Dem Fachausschuss Haushaltstechnik in der dgh e.V. bin ich seit mehr als 20 Jahren als aktives Mitglied verbunden, 2012 bis 2016 als dessen Vorsitzende. Am Fachausschuss schätze ich vor allem die interdisziplinäre und familiäre Atmosphäre, die durch Respekt vor der jeweiligen fachlichen Expertise seiner Mitglieder gekennzeichnet ist. Wesentliche Anteile habe ich z. B. an der Veröffentlichung des Fachausschusses "Lebensmittelverarbeitung im Haushalt", die zunächst beim damaligen aid e.V. und 2021 dann in der "HAUSWIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT" digital erschienen ist (siehe hierzu https://haushalt-wissenschaft.de/buchpublikationen/lebensmittelverarbeitung-im-haushalt/).
Nach meiner Überzeugung liegt in der schulischen und außerschulischen Ernährungs- und Verbraucherbildung einer der zentralen Schlüssel für eine gute Zukunft, angesichts von aktuell beherrschenden Themen wie Überbevölkerung, Klima- und Umweltrelevanz unserer Wirtschaftsweise oder Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, um nur einige Aspekte zu nennen. Dabei sehe ich die dgh mit ihren Fachausschüssen und dem wissenschaftlichen Journal "HAUSWIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT" als Garantin für fachliche Korrektheit und Förderung des dringend benötigten wissenschaftlichen Nachwuchses. In diesem Kontext war, u. a. auf Basis meiner Initiative, Rheinland-Pfalz das erste Bundesland, das bereits 2010 eine verbindliche Richtlinie für Ernährungs- und Verbraucherbildung an allgemeinbildenden Schulen beschlossen hat. Diese liegt seit 2020 überarbeitet vor und ist auch in der "HAUSWIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT" abrufbar (https://haushalt-wissenschaft.de/wp-content/uploads/2020/11/RLP_Richtlinie_Verbraucherbildung_2020.pdf).
Weitere Informationen zu meinem Lebenslauf und eine vollständige Liste meiner Veröffentlichungen sind auf der Homepage der Ernährungs- und Verbraucherbildung an der Uni Koblenz (siehe: https://uni-ko.de/schlich) bzw. in meinem privaten Internetauftritt (siehe: https://evb-koblenz.de) zu finden.
Prof.in (apl.) Dr. oec.troph. Michaela Schlich - Ernährungswissenschaftlerin in der dgh e. V.
Universität Koblenz
Mitglied im Fachausschuss Haushaltstechnik der dgh

