Für Studierende im Schwerpunkt Haushaltswissenschaften war zu Frau von Schweitzers Zeiten klar: An einer Mitgliedschaft in der dgh kommt man nicht vorbei. Gehört hatte man schon früh von den Königsteiner Tagungen des Fachausschusses Strukturwandels als "die" Quelle der Informationen für die Haushaltswissenschaften. Meine erste Jahrestagungsteilnahme war dann in Wageningen mit dem Schwerpunkt Wohnökologie. Es war spannend, Leute persönlich kennen zu lernen, von denen ich in Vorlesungen gehört oder in der Literatur gelesen hatte.
Meine aktive Mitarbeit in der dgh begann im Fachausschuss Wohnen. Aber auch die Jahrestagungen der Haushaltstechnik gaben spannende Impulse für meine Arbeit bei der Landwirtschaftskammer, wo ich in der Beratung tätig war. 2011 übernahm ich – angeregt durch die damalige Vorsitzende Prof.in Dr. Alrun Niehage – für acht Jahre die Funktion des Rechnungsführenden Vorstandsmitgliedes, was mir tiefere Einblicke in die Verbandsarbeit ermöglichte, aber vor allem Kontakt zu vielen netten, interessanten Personen verschaffte. Nicht alle wissenschaftlichen Erkenntnisse ließen sich in die Praxis übertragen, aber die Treffen mit den Fachleuten aus der Praxis gaben spannende Impulse für die praktische Tätigkeit, zeigten einem aber auch, ob man noch auf aktuellem Stand war. In Seminaren zum Beispiel zum Thema Haushaltsbudget war die dgh eine wichtige fachliche Quelle, die besonders durch die Mitarbeit im Fachausschuss Beratung gespeist wird.
Für mich ist die dgh heute noch immer ein Ort, an dem ich Gleichgesinnte treffen kann, mich über fachlich spannende Themen austauschen, Neues erfahren und diskutieren kann. Der fachliche Austausch untereinander und die Diskussion möglicher Entwicklungen ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Haushaltswissenschaft und die Basis für die Hauswirtschaft in der Praxis.
Christiane Heeren
Mitglied im Fachausschuss Beratung für Haushalt und Verbrauch

