März 2026 - Sigried Boldajipour

Die dgh begleitet mich seit Beginn meiner Berufsausbildung in 1969. In der Fachschule für Hauswirtschaft in Bremen verteilten unsere Lehrerinnen, die dgh-Mitglieder waren, Kopien von Veröffentlichungen in Ermangelung aktueller Fachbücher. Als ich als junge Lehrkraft 1981 an die Bremer Fachschule zurückkam, setzten wir diese Praxis fort. In den Fachkonferenzen wurden die Fachinhalte ausführlich diskutiert und wir legten fest, was daraus in die Arbeitsblätter für die Schülerinnen übernommen werden soll. Da ich Haushaltswissenschaften in Gießen studiert habe, richtete sich mein Interesse besonders auf die betriebswirtschaftlichen Themenbereiche, sozusagen als Gegenpart zur Ernährungslehre.

Irgendwann gingen die älteren Kolleginnen in den Ruhestand und die dgh-Papiere fehlten uns. So entschloss sich unser kleines Schulteam Mitglied in der dgh zu werden. Damit konnten wir zwei Plätze zu den Veranstaltungen anmelden. Also wechselten wir uns dabei ab, wer zu den Fachtagungen fahren durfte, denn der Unterricht musste vertreten werden und durfte nicht ausfallen. Somit gab es für die Teilnahme an den dgh-Veranstaltungen eine Dienstbefreiung und Fahrtkostenzuschüsse. Welch ein Privileg damals.

Erst viel später wurde ich Einzelmitglied, als Martina Feulner mich fragte, ob ich bei den anstehenden Vorstandswahlen für den Posten der Stellvertreterin kandidieren möchte. Und erst danach erhielt ich einen umfassenderen Einblick über das vielfältige Engagement der unterschiedlichen dgh-Aktivisten.

Sigrid Boldajipour
Mitglied im Beirat Lebenslanges Lernen Hauswirtschaft